Mozarts Geburtshaus

Mozarts Geburtshaus

Getreidegasse 9, A-5020 Salzburg
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Tel.: +43-662-84 43 13
Fax: +43-662-84 06 93
mozartmuseum@mozarteum.at

Öffnungszeiten

Täglich: 09:00 - 17:30
Juli und August: 08:30 - 19:00
Letzter Einlass: 30 Minuten vor Schließung

Mozart-Wohnhaus

Mozart-Wohnhaus

Makartplatz 8, A-5020 Salzburg
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Tel.: +43-662-874227-40
Fax: +43-662-87 42 27 83
mozartmuseum@mozarteum.at

Öffnungszeiten

Täglich: 09:00 - 17:30
Juli und August: 09:00 - 20:00
Letzter Einlass: 30 Minuten vor Schließung

Stiftung Mozarteum Salzburg

Stiftung Mozarteum Salzburg


Schwarzstr. 26, A-5020 Salzburg
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Großer Saal & Wiener Saal

Mag. Reinhard Haring
Vermietung, Disposition
Tel. +43 (0) 662 889 40 22
E-Mail: haring@mozarteum.at

Bibliotheca Mozartiana

Dr. Armin Brinzing
Bibliotheca Mozartiana (Leitung)
Tel: +43 (0) 662 889 40 13
Fax: +43 (0) 662 889 40 50
E-Mail: brinzing@mozarteum.at

MITGLIEDER, FÖRDERER UND STIFTER ÜBER DAS MOZARTEUM

Ellen Bassermann, Förderin (D)

Meine Erinnerung an das Mozarteum reicht bis 1952 zurück. Als damals selbst ausübende Pianistin in großer „Amadeus“-Liebe und Verehrung empfand ich das Mozarteum schon immer als wesentlichen Teil des Salzburger Musiklebens und prädestiniert dazu, dasselbe im schönsten festlichen Rahmen des Großen Saales zu präsentieren. Ich bin überzeugt, dass der Namenspatron seine helle Freude an diesem Musentempel gehabt hätte. 

Einer der vielfach erlebten Glanzpunkte war für mich die Matinée, in der Karl Böhm die drei großen Symphonien (KV 543, 550, 551) in bekannt unvergesslicher Sternstunde zum Klingen brachte. Auch unzählige Solo-Konzerte, Lieder- und Kammermusikabende habe ich in nachhaltiger Freude in mich aufgenommen. Ich wünsche dem ewig jungen Haus eine weitere glückliche Zeit und die ungeteilte Freude des Publikums, die ich selbst als dankbar Hörende empfunden habe. 

Lore Becker, Förderin (D)

Seit 2002 besuchten mein Mann und ich jedes Jahr die Mozartwoche im Januar; seit dem Tod meines Mannes 2010 komme ich alleine und habe dessen Fördermitgliedschaft übernommen. Von Anfang an hat uns die Atmosphäre des Großen Saals im Mozarteum gefangen genommen; es kam uns immer so vor, als sei er insbesondere für Mozart-Aufführungen der einzig richtige Rahmen.

Ich hoffe und wünsche, dass dieser Ort großer Musikalität noch weitere 100 Jahre zur Verfügung steht.

 

Susanne Berning, Mitglied (D)

Ich kam 1948 als Studentin zum ersten Mal nach Salzburg. Ich nutzte die Semesterferien zu einer Mozart-Pilgerreise. Dabei besuchte ich auch das Mozarteum und als erstes dort die Bibliothek. Ich war begeistert von dieser einmaligen Sammlung an Mozart-Literatur. Frau Geffray empfing mich sehr freundlich und suchte mir die Mozart-Briefe (Faksimile) und die Biographie von Nissen heraus, nach der ich fragte.

Zufällig saß in der Bibliothek ein Forscher, der sich mit den Wasserzeichen auf den Dokumenten beschäftigte. Am gleichen Tisch, an dem ich eifrig in den Faksimile-Briefen und der ersten ausführlichen Mozart-Biographie las. So konnte ich hautnah die Originaldokumente von Mozart sehen – ein einmaliges, überwältigendes Erlebnis. Ich kam mit Herrn Angermüller und Frau Geffray ins Gespräch über Mozart und durfte mit ihnen nach St. Gilgen fahren. Wir redeten und fachsimpelten und Herr Angermüller war so erstaunt über meine Kenntnisse über Mozart, dass er mir später noch einen Originalbrief von ihm zeigte.

Diese Tage in Salzburg und die Erlebnisse in der Bibliothek gehören zu den aufregendsten und schönsten Erinnerungen meines Lebens. 

 

Alois Betz, Förderer (D)

Als Teilnehmer des Internationalen Dirigentenkurses unter Lovro von Matačić und den Gastdozenten Herbert von Karajan und Bernhard Paumgartner war ich 1957 erstmals im Mozarteum. In diesem Rahmen fanden Orchesterproben und Aufführungen im Großen Saal statt, sodass ich Gelegenheit hatte, dort wiederholt selbst am Dirigentenpult zu stehen. 

Am meisten beeindruckt haben meine Frau und mich stets die Architektur, die Ausstattung und vor allem die einmalige Akustik im Großen Saal, den wir für ein singuläres Kleinod unter den Konzertsälen Europas halten. Ein unvergessliches Erlebnis für uns war dort 1992 einer der letzten Liederabende Dietrich Fischer-Dieskaus mit Schuberts „Schöne Müllerin“ im Rahmen der Salzburger Festspiele. Seit unserer Hochzeit 1964 in Maria Plain haben wir unzählige Konzerte und Veranstaltungen im Mozarteum besucht, z. B. Festspiel-Matinéen unter Bernhard Paumgartner, Begegnungskonzerte mit Sándor Végh und Sir Roger Norrington, Konzerte bei unseren alljährlichen Besuchen der Mozartwochen und vieles andere mehr. So sind wir in diesem Saal in gewissem Sinne heimisch geworden. 

 

Bente Bevilacqua, Förderin (Italien)

1996/97 hatte ich die Gelegenheit, die Bibliotheca Mozartiana und Teile des Mozarteums erstmals zu besichtigen. Den Großen Saal finde ich am beeindruckendsten – ich kann gar nicht anders, als jedes Jahr aufs Neue bei der Mozartwoche in diesem Gold und Weiß Musik hören. Das Mozarteum wurde 1914 bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs eröffnet. Aber Musik bedeutet Friede und das Mozarteum steht für die Hoffnung des menschlichen Seins.

 

Reimer von Borries, Mitglied (D)

Meine erste oder früheste Erinnerung an das Mozarteum in der Schwarzstraße ist ein Konzert unter der Leitung von Bernhard Paumgartner am 29. August 1954 (mit Autogramm von ihm). Die gute Akustik, die geschmackvolle Gestaltung der Säle und der „Geist“ der engagierten Mozart-Pflege, die großartige Arbeit an der Neuen Mozart-Ausgabe und die eindrucksvollen Programme der Mozartwoche bedeuten mir bis heute sehr viel.

 

Andreas Breuer, Mitglied (A)

Das wunderbare Gebäude des Mozarteums in der Schwarzstraße in Salzburg beeindruckte mich zuerst mit seiner schlichten Eingangshalle, in der mir damals, als 17-jähriger Schüler, im Jahr 1979 zuerst die Marmortafel mit den Stifternamen auffiel: So viele ehrwürdige und namhafte Personen, die dort im Namen Mozarts verzeichnet sind!

Die folgende Führung durch das Gebäude mit dem Besuch der Bibliothek und der Ausstellung mit Originalbriefen Mozarts wurde von dem unvergesslichen und wunderbaren Prof. Geza Rech durchgeführt, der mich und meinen Vater durch seine reiche Persönlichkeit sehr berührt hat.

Bald darauf wurde ich Mitglied der Stiftung Mozarteum und bin es bis heute. In Erinnerung geblieben ist mir auch kurz danach ein schöner Empfang im Rahmen des Mozart-Tages, bei dem ich Gelegenheit hatte, mich mit dem Grazer Nachbarn von Dr. Karl Böhm angeregt zu unterhalten. Den Namen des älteren Herrn weiß ich leider nicht mehr, aber er war ganz berührt, „dass ein so junger Mensch wie Sie sich so für Mozart interessiert“.

1980 erlebte ich dann die Hundertjahrfeier der Stiftung Mozarteum mit dem Festakt im Großen Saal, der Festansprache von Bundespräsident Dr. Rudolf Kirchschläger und einer musikalischen Umrahmung mit Teilen der „Gran Partita“. 1993 heirateten meine Frau und ich in der Nähe des Mozarteums im Schloss Mirabell. Der Genius loci hat uns bis heute beschützt ... und die Wahl des Ortes war nicht zufällig.

Das Mozarteumgebäude ist ein Ort des Friedens, der inneren Ruhe, der Meditation, ein Hüter des Mozart-Schatzes, ein Hort gegen den Zeitgeist. Bescheiden ist es, kein Prunkbau. In einer hasserfüllten Zeit erbaut, ist es von Anfang an ein Symbol der Völkerverständigung und der Toleranz gewesen, ein Ort des Triumphs des Geistes über die Materie.

 

Stephan Brühl, Förderer (D)

Meine erste „Begegnung“ mit dem Mozarteum waren Konzerte im Rahmen des gleichnamigen Festivals der Camerata Salzburg im Jahr 1996, als ich den unvergleichlichen Sándor Végh bei zwei eindrucksvollen Konzerten im Großen Saal erleben durfte. Seit diesem Tag ist mir das Haus und sind mir beide Säle sehr ans Herz gewachsen. Ich besuche jedes Jahr die hervorragenden Konzerte während der Mozartwoche und genieße dabei auch das spezielle Fluidum in den Sälen, die nicht nur architektonische Kleinode sind, sondern wo auch eine ganz besondere Verbindung zu den Künstlern auf dem Podium entsteht, was einen überaus intensiven und konzentrierten Konzertgenuss ermöglicht. 

Neben der wertvollen wissenschaftlichen Arbeit der Stiftung Mozarteum Salzburg ist es vor allem die spürbar familiäre Atmosphäre, die einem bei jedem Besuch ein „Zuhause“-Gefühl vermittelt.

 

Gräfin Heidi Castell-Castell, Mitglied (A)

Ich bin mit meinen Eltern und Geschwistern 1956 nach Salzburg gekommen, nachdem unsere Familie zuerst in Graz und dann in Steinhaus bei Wels gelebt hat. Im Sommer 1956 haben wir mehrere Jubiläumskonzerte miterlebt und ich kann mich noch genau an meine Begeisterung erinnern, als ich das erste Mal ein Konzert im wunderschönen Großen Saal mit seiner einmaligen Akustik erlebte! Auch den Wiener Saal liebe ich sehr. Seit diesem Jubiläumsjahr bin ich (fast) jedes Jahr bei der winterlichen Mozartwoche, also eine richtige „Mozartwochen-Fanin“… und ich freue mich jetzt schon wieder auf die nächste Mozartwoche!

Noch ein ganz persönlicher Bezug zu Mozart: Mein Sohn August, der nach 3 Töchtern 1979 zur Welt kam, ist am 27. Jänner in Salzburg geboren!!! Ich wollte ihn mit einem weiteren Namen AMADEUS nennen – der von Gott Geliebte …. Aber mein Mann wollte das leider nicht zulassen!

 

Dolly Denker, Mitglied (D)

Der Große Saal des Mozarteums gehört für mich zu den schönsten, die ich kenne. Der Wiener Saal ist ein kleines Wunder. Welch Geschenk für alle, die dort auftreten dürfen. 

Wunderbar, dass es die Internationale Stiftung Mozarteum gibt – deshalb bin ich auch seit 1984 Mitglied. 

 

Erich Duda, Mitglied (A)

Abgesehen von oftmaligen Besuchen der ausgezeichneten Konzerte der Stiftung Mozarteum, besonders anlässlich der Mozartwoche, fand meine erste intensive Begegnung mit der Internationalen Stiftung Mozarteum bereits 1996 statt, was mir zur Herausgabe meiner Dissertation als Band 12 der Schriftenreihe der Internationalen Stiftung Mozarteum unter dem Titel: „Das musikalische Werk Franz Xaver Süßmayrs – Thematisches Werkverzeichnis (SmWV)“ verholfen hat. 

Die nächste (für mich) bedeutende Zusammenarbeit mit der Stiftung Mozarteum, die mich außerordentlich gefreut und geehrt hat, war die Aufführung einiger Werke Franz Xaver Süßmayrs anlässlich seines 200. Todesjahres im Jahr 2003. Eine ähnliche Aufwertung dieses Komponisten würde ich mir für sein 250. Geburtsjahr 2016 wünschen. 

 

Bin Ebisawa, Stifter (Japan)

Mein erster Besuch bei der Stiftung Mozarteum Salzburg fand im Herbst des Jahres 1962 statt, vor mehr als 50 Jahren. Meine Tätigkeit als Mozart-Forscher begann zwar schon zehn Jahre früher, war bis dahin aber auf den Fernen Osten, insbesondere Japan, beschränkt.

Prof. Dr. Geza Rech, damals Leiter der wissenschaftlichen Abteilung der Stiftung Mozarteum Salzburg, ist mir mit Herzlichkeit entgegengekommen und hat mir in der Bibliotheca Mozartiana die erste Gelegenheit gegeben, einige sehr schöne und wertvolle Autographe Mozarts persönlich zu sehen. Ein unvergessliches Erlebnis für mich!

Seitdem habe ich unzählige Male das Mozarteumgebäude besucht, habe dort viele wichtige Persönlichkeiten kennengelernt und in Folge gorßartige Projekte gemeinsam mit Vertretern der Stiftung Mozarteum Salzburg erarbeitet. Dazu zählen unter anderem einige große Mozart-Ausstellungen, die in Tokyo stattgefunden haben: „Mozart“ 1982, „Amadeus: Mozart und Salieri“ 1987, „Mozart“ 1991 und „Mozart in Salzburg“ 1996, und das „International Mozart Symposium“ 1991 (Kunitachi College of Music, Tokyo). 

Als Gründer und Präsident des „Mozart-Wohnhaus Committee of Japan“ konnte ich nicht nur namhafte Spenden für die Wiedererrichtung des Mozart-Wohnhauses 1991–1996 in Japan finden, sondern auch den Hauptsponsor Dai-Ichi Mutual Life Insurance Company, Tokyo.

1994 wurde in Salzburg das Symposium „Mozart-Rezeption in Japan“ unter meiner Leitung veranstaltet.

Im Laufe der langen Zusammenarbeit mit der Stiftung Mozarteum Salzburg wurden mir mehrere Auszeichnungen zuteil, so 1988 die Silberne Mozart-Medaille, 1989 die Aufnahme als Mitglied der Mozart-Akademie, 1991 wurde ich mit dem Goldenen Ehrenzeichen des Landes Salzburg und 1991 mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse bedacht; seit 1996 habe ich eine Ehrenmitgliedschaft der Internationalen Stiftung Mozarteum inne.

Ich wünsche von ganzem Herzen, dass die Stiftung Mozarteum immer dieser einzigartige Wallfahrtsort für Mozart-Liebhaber aus aller Welt ebenso wie das Zentrum der Mozart-Forschung mit so vielen originalen Kostbarkeiten bleiben möge, und dass in den schönen, akustisch fantastischen Räumen wie dem Großen und dem Wiener Saal immer und unaufhörlich Mozarts Werke erklingen.

 

Hermann Feneberg, Förderer, Mozartgemeinde München

Meine erste Begegnung mit dem Mozarteum fand am Sonntag, dem 31. Juli 1960, kurz vor 11 Uhr statt. Ich besuchte damals gleich nach dem Abitur die Salzburger Hochschulwochen. Ein Besuch der Festspiele lag für mich außerhalb der Reichweite. Doch da geschah ein Wunder: nach dem Festgottesdienst im Dom überreichte mir ein Bekannter eine Karte für die Matinee im Großen Saal des Mozarteums. Kurze Zeit darauf saß ich unter den Festspielgästen. Es dauerte einige Zeit, bis ich realisierte, dass da Bernhard Paumgartner die Camerata Salzburg dirigierte, Rita Streich sang und Ingrid Haebler Klavier spielte. 

Seitdem konnte ich zahlreiche wunderbare Konzerte im Mozarteum erleben. Seit 1986 besuche ich die Mozartwoche regelmäßig. Auslöser waren zuerst die Einladungen der Bayerischen Vereinsbank zu den Eröffnungen der von ihr mitgetragenen Ausstellungen in Mozarts Geburtshaus. Seitdem lässt mich das Fluidum dieser Veranstaltungsreihe nicht mehr los. Konzert für Konzert reiht sich zu einer wohltönenden Perlenschnur. Die Mozartwoche wirkt wie ein musikalischer Vitaminstoß und trägt durch das Jahr. Wenn ich trotzdem ein Erlebnis hervorheben möchte, das auf mich besonders wirkte, dann das in der Mozartwoche 1994 von Ursel und Karl-Ernst Herrmann inszenierte und von Heinz Holliger musikalisch geleitete Pasticcio „Ombra felice“, bei dem die einzelnen Konzert- und Einlagearien Mozarts durch ausgesuchte lyrische und literarische Texte, gespielt durch die phantastische Mireille Mossé, in einen dramaturgischen Zusammenhang gebracht und zu einem Kosmos der Liebe und des Lebens zusammengeführt wurden.

Aber es wäre ungerecht, die ganze Begeisterung auf die Mozartwoche zu konzentrieren. Auch die Konzerte während des Jahres und vor allem die Dialoge-Reihe um Mozarts Todestag verdienen es, hervorgehoben zu werden. Gerade auch letztere bietet mit ihrer Konzentration auf ein Thema, der ständigen Experimentierfreudigkeit und dem In-Beziehung-Setzen Mozartscher mit zeitgenössischer Musik eine wertvolle Erweiterung des kulturellen Horizonts.

Über alle künstlerischen Erlebnisse hinaus ist für mich das Mozarteum auch ein Ort von hohem wissenschaftlichem Rang. Die hervorragenden Mitarbeiter beantworten jede Frage zur Musik im Allgemeinen und Mozart im Besonderen. In der umfassend ausgestatteten Bibliothek finden sich alle Schriften, von denen man sonst nur in Fußnoten erfährt. Ein außergewöhnlicher Geniestreich ist die Digitale Mozart-Edition: Sie bringt mir jede Note Mozarts an den Schreibtisch und verbindet mich auf Wunsch jederzeit mit dem Mozarteum.

Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Aspekt des Mozarteums liegt in der geographischen Zusammenführung der Mozart-Begeisterten. Durch die erwähnten Veranstaltungsreihen trifft sich ein bestimmter Kreis „Eingeweihter“ regelmäßig wieder und entwickelt eine Vertrautheit, die zu einer familiären Atmosphäre führt. Man freut sich auf das Wiedersehen, geht aufeinander zu, tauscht sich aus und nimmt Anteil an den Erlebnissen anderer. Gefördert wird dies zusätzlich durch die jährliche Einladung des Präsidiums der Internationalen Stiftung Mozarteum zu einem Treffen der Mozart-Gemeinden in den Wiener Saal.

Mit einem Satz: das Mozarteum ist der geometrische Ort eines weltweiten Netzes künstlerischer, wissenschaftlicher und menschlicher Beziehungen im Geiste Mozarts.

 

Bianca Fernandez Jacomelli, Mitglied(USA)

 

I can’t really remember the first time I was in the Great Hall of the Mozarteum, but I can remember the great beauty and the emotional felt at being in, for me, the most beautiful concert hall I have ever been in. Not only its architectural beauty but the sense of intimacy and warmth I felt. The ideal venue for really feeling the emotion that music gives to the spirit. By now for me it is like another home since many of the persons that go to the concerts there are the same most of the time so me see each other year after year and feeling the sound of music they start to feel like friends. 

 

I had a great experience once after a concert by the Wiener Philharmoniker (the only one I have ever seen and heard of them at the Mozarteum) conducted by maestro Muti and playing Brahms. Ces, my husband, and I were leaving some musicians were standing by and I went to congratulate them and tell them my admiration for their orchestra. One of these gentlemen, an awesome player, asked me if I had been at the Mozarteum before and if I liked concerts there. Well, what could I answer him? Yes, of course. He answered that it had been a first for them and they were enchanted by the great acoustics and beautiful sounds that they had been able to accomplish as an orchestra. He said that they were going to ask to play here more often. It hasn’t happened, I suspect because it is too small to pay for them! But, you know, asking poor me for an opinion was something I can’t forget.

 

Other beautiful experiences were the encounter when Sir Roger Norrington was the conductor of the Camerata Salzburg. During the day concerts he went against the Fire Department to have the curtains of the windows down so as to allow the sun to come in! The other beautiful experience was an afternoon at the Wiener Saal. Bach, Mozart and the snow falling and making the trees outside the window white. Could you ask for more!

 

Hans Feyock, Förderer (D)

Es liegt schon lange zurück: Ich erhielt kurzfristig von einem meiner Freunde eine Karte für die Mozartwoche; Sviatoslav Richter sollte Mozart-Sonaten spielen. Die Karte musste spätestens bis 18.00 Uhr im Sekretariat des Mozarteums abgeholt werden. Ich eilte mit Vorfreude nach Salzburg, kam gerade noch rechtzeitig an, erhielt die Karte und als ich das Sekretariat verließ, hörte ich aus einem Zimmer schräg gegenüber herrliches Klavierspiel. Ich blieb fasziniert stehen und hörte zu. Als das Spiel etwa um 18.30 Uhr endete, stand ich immer noch ganz entrückt. Dann öffnete sich die Tür und heraus kam Sviatoslav Richter. Er sah mich an und verbeugte sich tief (er hielt mich wohl für einen Mitarbeiter des Mozarteums) und eilte davon; die Zeit war auch schon recht knapp. Dieses Konzert war eines der berührendsten meines Lebens. Danach gehörte die Mozartwoche für mich zu einem festen Bestandteil im Jahr.

Ich mag mir ein Jahr ohne Konzertbesuch im Mozarteum nicht vorstellen; schon der Gedanke an das nächste Konzert dort erfüllt mich mit Vorfreude. 

 

Annegret Flicker, Mitglied (D)

Mit 15 Jahren, 1963, machte die Familie Urlaub in Aufham und wir hatten Podiumsplätze für einen Liederabend mit Christa Ludwig und Erik Werba bekommen. Frau Ludwig sang u. a. „Frauenliebe und -leben“ von Schumann so ausdrucksvoll und wunderschön, dass im Publikum verschämt viele Taschentücher gezückt wurden. 1964 und 1965 hatten wir wieder die Gelegenheit, einige Liederabende und einen Rezitationsabend mit Will Quadflieg zu hören. Die schönste Erinnerung habe ich an eine Mozart-Matinée mit Bernhard Paumgartner. Ingrid Haebler spielte Mozarts Klavierkonzert KV 595 so herrlich, dass wieder Tränen der Rührung flossen. Bis heute durfte ich viele Konzerte in dem wunderschönen Großen Saal erleben. 

MOZART ist mein „Hausgott“, ohne dessen Musik das Dasein auf unserem Planeten nicht lebenswert wäre! Schon mein Großvater – Organist und Dirigent – war ein absoluter Mozart-Anhänger, was in der damaligen Zeit nicht selbstverständlich war. Durch meine Eltern – ebenfalls Musiker – wurde die Liebe zu Mozart und zu Salzburg stets gefördert. Für mich ist ein Jahr ohne Aufenthalt in der Mozart-Stadt undenkbar. Für die nächsten 100 Jahre wünsche ich Ihnen viel Glück und Erfolg. 

 

Oberst Horst Friedrich Graf, ehem. Schriftführer des Kuratoriums der Stiftung Mozarteum Salzburg

Schon seit meiner frühen Kindheit kann ich mich an das Mozarteum erinnern, weil meine Eltern in der Salzburger Liedertafel mitwirkten und sie mich schon sehr bald dorthin mitnahmen. Seither bin ich in verschiedenen Funktionen dort fast zu Hause. Ich erinnere mich gerne an viele schöne Konzerte in den beiden Sälen des Mozarteums und an deren Interpreten, aber auch an die im Mozarteum veranstalteten Konzerte und Bälle der Salzburger Liedertafel. Es gehört zu meinen schönsten Erinnerungen, lange Jahre im Kuratorium der Stiftung Mozarteum in diesem Hause als Schriftführer mitgearbeitet und viele der aufgetretenen Künstler auch persönlich kennengelernt zu haben, wie auch die herzliche Aufnahme 1971 durch Friedrich Gehmacher, der mir spontan 17 Bände der Mozart-Jahrbücher zum Verständnis für die neue Aufgabe in die Hand drückte.

 

Reinhart von Gutzeit, ehem. Rektor der Universität Mozarteum, Mitglied des Präsidiums der Stiftung Mozarteum Salzburg

24. Jänner 2009 – Mozartwoche. Ich sitze in der „Professorenloge“, mit privilegiertem Blick auf die Bühne des Großen Saales. András Schiff mit der Cappella Andrea Barca – Haydns Klavierkonzert in D – ein geniales kleines Stück. Schiff und sein Orchester musizieren mit sprühender Laune und kommunizieren miteinander wie ein Kammermusikensemble. Hinreißend! Der letzte Satz: ein Rondo all’ungarese. Nun spielt er mit seinen Musikern ein im Konzertsaal unerhörtes Spiel, es könnte heißen: „Das hättet ihr jetzt nicht gedacht“! Jeder Übergang, jede kleine Kadenz endet mit einer Überraschung: früher als erwartet stürzt Schiff sich plötzlich wieder in das Rondothema oder, nach ironischer Verzögerung, in ein nicht vorhersehbares, aber dann doch überzeugendes neues Tempo. Ist das Spiel geplant, „abgekartet“? Ich glaube nicht. Es kommt mir vor, als hätte er das Orchester spontan überrascht. Es geht nicht gegen das Stück, nicht im Geringsten; jeder spürt: das hätte auch dem humorbegabten Komponisten größte Freude bereitet.

Er treibt es auf die Spitze: „Jetzt werde ich euch doch raus bringen“! Und die Musiker spielen mit: „Schaffst du nicht“. Alle auf der Stuhlkante, hellwach. Schiff schmunzelt vergnügt vor sich hin, die Spieler können sich das Lachen kaum verkneifen. Das Publikum ist hingerissen, teils atemlos leise, um keine Winzigkeit zu verpassen, dann vor Vergnügen nicht mehr fähig, eine Reaktion zu unterdrücken. Schenkelklopfen, ein Haydn-Spaß.

Ich schaue auf das Orchester: gar nicht mehr so jung die meisten von ihnen, aber von jugendlicher Lebendigkeit und unübertrefflicher Qualität. Und schaue ins Publikum: eine große, treue Gemeinde, die sich der Musik, den hochgeschätzten Künstlern, dem so oft besuchten Saal und der Stiftung Mozarteum aufs Engste verbunden fühlt; die „ihre“ Künstler liebt und ihnen immer wieder begegnen möchte. Und die musikalisch so gebildet ist, dass auch solch ein unerwarteter musikalischer Streich am Samstagmorgen mühelos verstanden und begeistert aufgenommen wird. Gesegnetes Salzburg! Und ich sitze hier und schaue und höre mir das alles von oben an. Herrlich!

 

Silvia Fuchs, Mitglied (D)

Meine erste oder früheste Erinnerung an das Mozarteum führt in meine Kindheit: Es war bei einem Ausflug mit meinen Eltern, ich war sieben Jahre alt und konnte nicht verstehen, warum Mozart eine so große Orgel benötigte. Er war doch nicht Gott und das Mozarteum doch auch keine Kirche. Viel später habe ich das erst verstanden und erinnere mich, wenn ich bei einem Konzert im Großen Saal des Mozarteums bin, an diese Gedanken. Heute bin ich mir hier beim Lauschen der Musik sicher, dass meine damalige Frage gar nicht so dumm war, hatte ich doch schon begriffen, dass hier etwas Göttliches sein muss.

Besondere Höhepunkte im Großen Saal sind für mich immer wieder die Konzerte von Marc Minkowski mit seinen Musiciens du Louvre Grenoble. Wer mit so viel Sinn für Sinnlichkeit Musik erklingen lassen kann, dem muss man folgen, wohin auch immer ... und wenn dann diese Musik in einem solch wunderbaren und historisch belegten Raum hörbar wird, dann ist man „der Welt abhandengekommen“.

Ich bin so froh, dass es Menschen gibt, die eine solche Pflege tragen und damit nicht nur das Andenken, sondern auch diese wundervolle Musik lebendig halten. 

 

Peter Gaertner, Mitglied (A)

Unvergesslich ist mir ein Konzert anlässlich der Salzburger Festspiele in den frühen 1950er-Jahren: Im Mozarteum wurde Mozarts wundervolles Konzert für Flöte und Harfe KV 299 gegeben. Es ist seit meiner Kindheit bis heute mein Lieblingsmusikstück. Tante Dora spielte mit dem berühmten Flötisten Jean-Pierre Rampal und dem Mozarteumorchester unter der Leitung des legendären Mitbegründers der Salzburger Festspiele, Bernhard Paumgartner. Es war ein hinreißendes Erlebnis. Die träumerisch verspielte mozärtliche Musik im Großen Saal des Mozarteums, die perlenden und aufrauschenden Harfenklänge, hochgetragen von der jubelnden Flöte und umschmeichelt von der einfühlsam begleitenden Orchestermusik; die Bühne wirkte im Lichterglanz der Kristalllüster und der schimmernden Holzpaneele wie in Gold getaucht; die große Harfe in der Mitte; die Flöte zierlich ihr zur Seite. Tante Dora in einem Kleid aus grüner thailändischer Seide, in der das Gold der Umgebung prunkte. Als die letzten Töne der Musik sachte verklangen, sprang nach einer andächtigen Pause der Beifall auf wie ein nicht enden wollender Rausch. Dora, zwischen Paumgartner und Rampal, nahm die Ovationen mit großer Grazie entgegen. Aus dem Rosenstrauß von Onkel Adrian zog sie einige Rosen heraus und überreichte sie mit einem angedeuteten Hofknicks dem alten Paumgartner. Das Publikum konnte sich vor Begeisterung nicht mehr halten.

Im Mozarteum war und bin ich immer glücklich, besonders bei den Mozart-Matineen. 

 

Eika Graf-Maier, Mitglied (CH)

1996 hatte ich erstmals Gelegenheit, meinen Gatten Harry Graf nach Salzburg zur Mozartwoche zu begleiten. Wiederholte Besuche der Mozartwoche, wunderbare Begegnungen mit „Altbekannten“, u. a. mit vertrauten Persönlichkeiten im „Stab“ der Stiftung Mozarteum Salzburg. Beide waren wir Mitglied der Mozartgemeinde Zürich, zeitweilig in deren Vorstand.

Ich empfinde im Mozarteum eine gewisse Intensität: Mann und Frau war zu Hause! 1998 erfolgte die Verleihung der Goldenen Mozart-Nadel an Harry Graf als Dank für seine langjährige Mitgliedschaft und seinen unermüdlichen Einsatz für Mozarts Werk.

 

Paul Greineder, Förderer (D)

Meine früheste Erinnerung an das Mozarteum ist, als vor 30 Jahren Mitschülerinnen meiner Tochter zum Studieren an die Hochschule Mozarteum gingen. Die Akustik, die Schönheit des Großen Saals haben mich zutiefst beeindruckt.

Sie machen eine wunderbare Musik, machen Sie so weiter! 

 

Manfred J. Gottschaller, Mitglied, Vorsitzender des Vereins „Freunde der Internationalen Stiftung Mozarteum e.V. Bad Reichenhall“

Meine früheste Erinnerung an das Mozarteum ist ein Klavierabend mit Wilhelm Backhaus am 15. März 1968 mit Beethoven-Sonaten. Ich finde beeindruckend, dass es den Künstlern in fast allen Konzerten im Mozarteum nur darum zu gehen scheint, mit ihrem Engagement Musik zu machen, die von Herzen kommt und freue mich auch, dass bis heute die meisten Zuhörer nur wegen der Musik kommen, nicht wegen des gesellschaftlichen „Auftritts“. 

 

Rigmore Hasselager, Förderin (DK)

Ich habe das Mozarteum und den Großen Saal zum ersten Mal am 13. August 1952 besucht. Der Anlass war das dritte Orchesterkonzert der Salzburger Festspiele 1952. Dieses Konzert war von der Internationalen Stiftung Mozarteum veranstaltet. Die Schönheit des Großen Saals hat mich zutiefst berührt und beeindruckt. Jedoch hat das musikalische und künstlerische Erleben des Konzertes einen noch größeren Eindruck auf mich gemacht: Die Wiener Philharmoniker haben an diesem Abend unbeschreiblich schön gespielt, mit Willy Boskovsky als Konzertmeister und unter der Leitung von Clemens Krauss. Die beiden Höhepunkte des Konzertes waren die „Jupiter“-Symphonie von Mozart und die Symphonische Dichtung „Don Juan“ von Richard Strauss. Es war für mich eine Sternstunde der Musik, die ich nie vergessen habe. 

 

Elisabeth Hellmann, Mitglied (A)

Über Jahre besuchte ich mit meiner Mutter u. a. die Aufführungen des Zyklus’ „Meistersolisten“ im Mozarteum – immer vom selben Platz aus –, bis 2004. Besonders das Konzert von Maurice André ist mir in bleibender Erinnerung. Ich wünsche mir, dass viele junge Leute das Angebot nützten und dass gerade für diese die Kartenpreise moderat bleiben.

 

Lutz Hochstraate, Präsident des Vereins Camerata Academica des Mozarteums Salzburg

Meine erste und wichtigste Erinnerung reicht in das Jahr 1986 zurück, mein erstes Jahr als Intendant am Salzburger Landestheater. Mit allergrößtem Respekt und leicht wackligen Knien ging ich in das Mozarteum und kam glücklich heraus. Der Grund: der damalige Präsident Friedrich Gehmacher und der neugebackene Intendant, also ich, haben die erste Zusammenarbeit Stiftung/Landestheater beschlossen. In der Mozartwoche 1987 kam dann Mozarts geistliches Singspiel „Die Schuldigkeit des Ersten Gebots“ szenisch in der Aula Academica der Universität mit großem Erfolg heraus. Dieser ersten, erfreulichen Zusammenarbeit folgten viele weitere, darunter Mozarts „Betulia liberata“ 1988, die international gastierende Mozart-Produktion „Il re pastore“ 1989 bis hin zur Uraufführung der Helmut Eder-Oper „Mozart in New York“ 1991 oder „Die Zauberflöte“ in der Inszenierung von Harry Kupfer bei der Mozartwoche im Jahr 2000.

Am Großen Saal des Mozarteums beeindrucken mich natürlich die Akustik und Optik am meisten. Aber auch das Faktum, dass „meine“ Camerata Salzburg, deren Präsident ich sein darf, nun schon über Dekaden das Gastrecht im Großen Saal für ihre Abonnement-Konzerte genießt. Also ein Stück Heimat des Orchesters!

 

Hans-Heinrich Ilper, Mitglied (D)

Meine erste oder früheste Erinnerung an das Mozarteum in der Schwarzstraße:

1970 habe ich den Dienst getauscht und den Aufenthalt in Salzburg verlängert, weil ich unbedingt eine Führung (mit Zauberflötenhäuschen und Orgelspiel) erleben wollte. Der Glanz des Großen Saales und die Klavierkonzerte von Sir András Schiff während der Mozartwoche haben mich immer besonders beeindruckt, ebenso die eigentümliche Atmosphäre, die einen beim Betreten des Hauses Schwarzstraße 26 ergreift.

 

Hans-Jürgen Kalina, Mitglied (D)

Meine erste Begegnung mit dem Mozarteum fand zirka Mitte April 1970 statt. Ob im kleinen oder großen Saal, weiß ich heute nicht mehr. Es waren jede Menge junge Leute da, wohl Studenten. Eine junge Dame übte fleißig auf dem Violoncello. – Im damaligen West-Berlin führten Hansheinz Schneeberger und Karl Engel im November 1969 im großen Sendesaal des SFB sämtliche sechzehn Sonaten für Violine und Klavier von Mozart auf. Es waren vier Abende mit je vier Sonaten (leider habe ich aus Unwissenheit bloß einen Abend besucht). Verliebt habe ich mich in KV 378. Sofort! Ein gutes Jahr später lagen mir diese herrlichen Duo-Sonaten auf Schallplatte vor. Einige Zeit später merkte ich die innere Verwandtschaft von KV 376 und 377. Die todernste Duo-Sonate KV 304 zählt heute zu meinen Lieblingsstücken. – Mit dieser „Herzensvorbildung“ kam ich ins Mozarteum. Dieses tiefe Erlebnis hat mich bis heute geprägt. Die Atmosphäre war absolut heilig. Ich kenne heute sämtliche Opernwerke Mozarts, vom Original von der Bühne. Meine Mozart-Diskografie ist riesig. Seit 1973 bin ich Mitglied der Stiftung Mozarteum Salzburg. 

Übrigens: Diese Mozart-Sonaten-Abende waren damals (1969) alle so gut wie ausverkauft, bis heute hat mich das zutiefst beeindruckt. Sicherlich werden Sie mir glauben, wer mein größter Tröster und Glücksbringer ist!!

 

Lucien Karhausen, Mitglied (F)

Ich bin seit 2003 zu Gast bei den Konzerten im Mozarteum. Der Große Saal beeindruckt mich mit seiner warmen Ausstrahlung aus einer vergangenen Zeit. Die Mozartwoche ist zu einem wichtigen Teil meines Lebens geworden. 

 

Michael Knap, Förderer (A)

1968 trafen sich meine Noch-nicht-Frau, damals in München wohnhaft, und ich, aus Wien anreisend, in Salzburg, immer wieder schöne Wochenenden hier verbringend. Wir hatten allerdings nur Zeit für uns, für Kunst, Kultur und Theater waren wir einfach noch zu jung.

35 oder 40 Jahre später, also 1993 oder 1998, waren wir „bereit“ für den Besuch der Salzburger Festspiele. Seither zählen die Matineen im Mozarteum zu unseren bevorzugten Aufführungen: wenn die ersten Takte von Mozarts g-Moll-Symphonie KV 550 im Großen Saal erklingen, dann gehören wir, meine Frau und ich, zweifellos zu den glücklichsten Menschen der Welt. 

Dieses Glücksgefühl war überraschenderweise steigerungsfähig: Auf einer Bahnreise von Vöcklabruck nach Wien, im Dezember 2010 oder 2011, machte ein zufällig Mitreisender uns auf András Schiff aufmerksam, von dem wir bis dahin noch nie gehört hatten. Wir folgten dem Ratschlag unserer Zufallsbekanntschaft und besuchen seither die „Mozartwoche“ im Mozarteum. All dies mündete in unserem Beitritt zu den Förderern des Mozarteums, um das Glücklich-Sein zu konservieren und auch für die nachfolgende Generation zu bewahren.

Gratulation zu und Dank für 100 Jahre Mozarteum!!!

 

Inge und Clemens Knierer, Mitglieder (D)

Ich war fünf oder sechs Jahre alt, als uns die Mutter auf der Fahrt zur Oma in der Steiermark das Mozarteum im Vorbeifahren gezeigt und erklärt hat, dass man da die wunderbare Musik von Mozart anhören kann, wenn man älter – und braver – geworden ist. Und dann schwärmte sie von der „Zauberflöte“ und dem Komponierhäusl in der Nähe. 

Am meisten beeindruckt mich heute der helle, freundlich großzügige Raum, der einen als Gast willkommen heißt, der das Auge mit schönen Verzierungen überall begeistert und so auf die ausgezeichnete Akustik vorbereitet. Vorher noch einen kleinen Braunen mit Schlag, in der Pause im Garten etwas Sekt und vor allem das Schwelgen im musikalischen Genuss! So lässt es sich leben!

Gut, dass es so einen Ort gibt, an dem ganzjährig und kontinuierlich auf höchstem Niveau musiziert wird! Ohrenschmaus ist garantiert!

 

Johannes Krall, Mitglied (A)

Ich erinnere mich daran, wie ich als Student der damaligen Wiener Musikhochschule zum Mozrteumorchester kam und Ralph Weikert in der Probe zur Mozartwoche davon sprach, welche Gnade es doch sei, solch göttliche Musik in einem solch wunderbaren Saal spielen zu dürfen. Es ist faszinierend, wie schön Geigen in den Sälen des Mozarteums klingen können. Davon können die Häuser jenseits der Salzach nicht einmal träumen.

Eine kleine Zeitenwende hat sich wohl ereignet, als Friedrich Gulda das Haus erstmals zum Toben brachte, als sei Woodstock schon immer an der Schwarzstraße gelegen. Die Propter Homines Orgel ist nun wahrlich das Kronjuwel des Schatzes an verschwenderischen Möglichkeiten, in dem sich die Stiftung Mozarteum an die interessierten Menschen verschenkt. Wie wichtig ist doch das verschwenderische Wesen der Kunst in Zeiten, in denen die Kleingeister von nichts als von „sparen“ reden, und wie wenig hat es mit deren Korruption zu tun!

Wichtig ist, dass Besetzungsgrößen zu den Relationen des Saales passten – ist die Proportion gewahrt, ereignet sich Katharsis.

ad multos annos!

 

Nicola Leibinger-Kammüller, Stifterin (D)

In einer schwäbischen Protestantenfamilie ist ja eigentlich Bach der musikalische Hausgott, aber auf unsere Ausflüge nach Salzburg habe ich mich schon als Kind immer gefreut. Vielleicht deshalb, weil ich früh so etwas wie eine heitere Gelassenheit, sogar Weltläufigkeit in Mozarts Musik und seiner Stadt gespürt habe, die sich von der Strenge Bachs wohltuend abhebt. Die Tiefe in Mozarts Musik hat sich mir freilich erst viel später erschlossen. 

Viele Konzerte mit jungen Musikern, für die Musik noch nicht „Dienst“ ist, haben mich im Mozarteum tief berührt. Manchen Ensembles und Orchestern (gelegentlich auch denen mit den großen Namen) sieht man schon an der Körpersprache die „Bräsigkeit“, das Gelangweilt-Routinierte an. Und man hört es dann auch. Mein Eindruck ist: Im Mozarteum ist diese Form von Musik-Beamtentum eine Seltenheit – glücklicherweise!

Bleiben Sie lebendig! Prima la musica, poi – das Museale ... Oder, wie es der andere sagte: „Hier gilt’s der Kunst“ – aber bitte nicht dem Kult.

 

Elfi Kaserer, Stifterin (A)

Meine früheste Erinnerung an das Mozarteum sind die Klavierstunden bei Prof. Reindl und die Musiklehre am Dienstagnachmittag. 1944 hat der „totale Krieg“ meine Klavier-„Karriere“ beendet, das Mozarteum wurde geschlossen. 

Besonders an der Orgel im Großen Saal hängen alle Träume meines Lebens. Die Akustik im Großen Saal ist unvergleichlich; vom Rang hat man einen besonders guten Blick auf die Holzbläser. 

Besonders beeindruckt mich auch, dass die Sessel in der Loge und im Gang davor noch aus der Zeit der Erbauung stammen. Offenbar wird in der Stiftung sehr sorgsam mit den Dingen umgegangen. Und es spricht auch für die Qualität des Hauses: Auch die Mozart-Museen sind in hervorragendem Zustand und die Wissenschaft ist auf dem neuesten Stand und hohem technischen Niveau. Die Stiftung Mozarteum Salzburg ist ein Bestandteil meines Lebens und ich bin voll Bewunderung für ihre Qualität und Vielseitigkeit – und das alles auf rein privater Basis. Herzliche Gratulation!

 

Walter Kreyszig, Mitglied (CAN)

On the occasion of the International Mozart-Kongress 1991, a public lecture took place at the Mozarteum in the Schwarzstraße 26. I was most fortunate to attend this public lecture, a most fitting ceremony on 6 February 1991, marking the conclusion of the Neue Mozart Ausgabe, begun in the 1950s as one of the principal projects of the Internationale Stiftung Mozarteum, with this most auspicious Festakt marked by a number of speeches by prominent representatives of the Governments of Austria and Germany, and a public lecture by Professor Dr. Wolfgang Rehm, with all the speeches framed by a performance of Wolfgang Amadeus Mozart’s Serenade in Eb-Major, KV 375 in the version à 6, featuring the Salzburger Klassische Bläserspiel on period instruments in the rendition of the first three movements and the Salzburger Bläseroktett on modern instruments in the rendition of the closing two movements. 

On this visit, my first contact with the Mozarteum in the Schwarzstraße 26, a building with its exceptional art nouveau architecture planned and executed by the Munich architect Richard Berndl, I was captivated by the grandiose entry way, with its generously designed staircase placing an emphasis on the symmetrical design of the building, leading to the main floor, housing the Departments of Singing and Music Theatre. I was equally captivated by the exceptional acoustics of the Großer Saal, a venue well suited for live music performances featuring repertory of any scoring from solo and chamber music to large orchestral performances, as well as for the delivery of speeches before an anticipated audience of approximately 800 visitors. 

Later that same year, on Friday, 27 September 1991, I attended a Festvortrag presented by Prof. Dr. Günther Bauer in the Wiener Saal of the Mozarteum, a hall with its more intimate character ideally suited for chamber music offerings, scholarly presentations and round table discussions, owing to its flexible seating arrangements for some 200 participants.

Since 1991 I have returned to the Mozarteum in the Schwarzstraße numerous times on my several visits to Salzburg, and that in connection with research on the instrumental music of Wolfgang Amadeus Mozart, specifically for consultation of primary sources and the vertical files on Mozart’s individual compositions, all accessible in the Bibliotheca Mozartiana housed on the first floor of the venerable building in the Schwarzstraße. In studying the Mozart autographs and related secondary sources, I vividly remember the expert advice provided by both Dr. Johanna Senigl and Dr. Geneviève Geffray, librarians of the Bibliotheca Mozartiana. 

For me, the dedication of the Propter-Homines-Orgel in the Great Hall in May 2010 has provided an additional impetus for visits to the Mozarteum, with the weekly lunchtime performances on Tuesday offering a rich panorama of the solo organ music of Wolfgang Amadeus Mozart, his predecessors and contemporaries, with the design and voicing of this instrument offering an ideal platform for the authentic interpretation of this repertory.

Indeed, with the multifaceted activities associated with the Mozarteum in the Schwarzstraße, the dream of the founders of this building, articulated at the time of the laying of the foundation of this edifice “in honour of Mozart, the glowing star on the horizon of German art, whose rise the city of Salzburg was privileged to witness” has been realized in abundant ways, all of which are brought together in the most admirable fashion in the Mozarteum in the Schwarzstraße.

 

Franz Leibenfrost, Förderer (A)

Meine erste Begegnung mit dem Mozarteum war ein Klavierabend mit Wilhelm Backhaus und einem Beethoven-Programm in den frühen 1950er-Jahren mit meinen Eltern; ich war damals 12 Jahre alt. 

Was mich in diesem Haus am meisten berührt oder beeindruckt hat ist nicht nur, dass ich mich seit frühester Jugend dank der Schülerabonnements hier zuhause fühle und mir die Freude an der Musik vermittelt wurde, sondern dass ich als Schüler der Hochschule Mozarteum im Wiener Saal Violine vorspielen durfte. 

Nach vielen Jahren in Übersee habe ich mich hier sofort wieder zuhause gefühlt. 

 

Thierry Marcot, Mitglied (F)

The Mozarteum is a magical place dedicated to the genius of Mozart. An architectural and also musical tribute to this unique composer! The spirit of Mozart lives here.

 

Thilo Mannhardt, Stifter (BR)

Meine erste oder früheste Erinnerung an das Mozarteum in der Schwarzstraße:

Das Mozarteum ist ein klassisches, eher bescheidenes als protziges Gebäude, der Große Saal unheimlich einladend – ein wunderbarer Saal für Musik und mehr. Besonders beeindruckend finde ich den Erhalt seiner Ursprünglichkeit! Pflegen, immer. Es zahlt sich aus!

 

Siegfried Mauser, Rektor der Universität Mozarteum

Meine erste Begegnung mit dem Mozarteum hatte ich als Kind, bei einem Salzburg-Ausflug. Besonders beeindruckt war ich von der Architektur und der künstlerischen Aura des Hauses. Später war es natürlich die phänomenale Akustik, die mich sehr faszinierte; hinzu kam die noble Atmosphäre und das kunstsinnige Klima.

Das Mozarteum ist einer der wenigen Orte, wo große Tradition und Pflege des Innovativen scheinbar problemlos zusammenkommen. 

 

Norbert Mayr sen., Mitglied (A)

Mit Unterstützung durch meinen musikbegeisterten Freund Joe Winker konnte ich schon zwischen 1941 und 1944 Konzerte im Mozarteum besuchen. Durch ihn erhielt ich auch viele interessante Erklärungen. Es beeindruckte mich sehr, dass er gleichzeitig mit mir in die Realschule am heutigen Hanuschplatz ging und am Mozarteum Dirigieren studierte. 

Naturgemäß hat mich der Große Saal mit seinen wunderbaren Leuchten schon immer besonders beeindruckt. Ich erinnere mich an eine komplizierte Aufgabe in den 1960er-Jahren, die Elektro Mayr im Auftrag des Architekten Felix Cevela durchführte. Alle Leuchten der beiden Säle mussten renoviert werden. Wir haben sie demontiert und in einer eigens gebauten Waschanlage gereinigt. Die Firma Elektro Mayr hatte sich auf Beleuchtungsanlagen und -planung spezialisiert und avancierte über viele Jahrzehnte zum Hauselektriker auch in Mozarts Geburtshaus und im Mozart-Wohnhaus.

 

Elizabeth Mortimer, freischaffende Journalistin, Salzburg

Bevor ich unzählige unvergessliche Konzerte im Großen Saal des Mozarteums erleben durfte, war ich – wahrscheinlich im Winter 1979 – einige Male bei den Sitzungen für die Rundfunk- und Plattenaufnahmen von Mozarts Jugendopern dabei. Was für ein großartiges Projekt, alle Jugendopern Mozarts, einschließlich „Betulia liberata“ und „Die Schuldigkeit des ersten Gebots“ für Übertragungen im ORF, für Langspielplatten und für konzertante Aufführungen während der Mozartwoche über mehrere Jahre zu planen. Leopold Hager stand am Pult des Mozarteumorchesters Salzburg; die Gesangssolisten waren Mozart-Interpreten allerersten Ranges – Arleen Auger, Lucia Popp, Peter Schreier, Edita Gruberova, Robert Holl, Anthony Rolfe-Johnson u. a.

Eines Tages, bei der Aufnahme einer rein orchestralen Stelle, war die Stimmung im Großen Saal ziemlich angespannt. Leopold Hager probte eine bestimmte Passage immer wieder, und immer wieder musste abgebrochen werden. Steigende Spannung, fast explosiv, große Nervosität. Endlich war der Dirigent mit der musikalischen Interpretation zufrieden. Er rief über die Gegensprechanlage hinein zum ORF-Tonregieplatz (hinter dem Großen Saal), „Gut, kann ich ein Band haben!“ – (in einer Zeit, als Musik noch auf großen Tonbändern aufgenommen wurde, war das eigentlich das Zeichen, dass ein Take gemacht werden konnte) – der Tonmeister, Ingenieur Josef Sladko, rief sofort zurück in den Saal, „Soll ich es auf einem Tablett reinbringen?“ Großes Gelächter bei den Musikern und dem Dirigenten – die Situation wurde entspannt und die Aufnahme ist dann perfekt geglückt. Durch diese Gesamtaufnahmen von Mozarts Jugendopern fassten doch einige Regisseure den Mut, die Werke auch zu inszenieren. Das gipfelte letztendlich in der szenischen Aufführung aller 22 Mozart-Opern im Mozart-Jahr 2006 bei den Salzburger Festspielen; den Grundstein dafür legte viele Jahre zuvor sicherlich die Internationale Stiftung Mozarteum.

Zwei Mal war ich der Stiftung Mozarteum besonders eng verbunden, und zwar während der Vorbereitung für das Mozart-Jahr 1991 als Projektleiterin bei der „Zauberflöte“, einer Koproduktion mit dem Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, deren Intendant damals Gerard Mortier war. Diverse Büroräume wurden mir zur Verfügung gestellt, hauptsächlich in der Getreidegasse 14, damals das „Hirn“ der Neuen Mozart-Ausgabe, und ich habe dort auch die grandiose Arbeit an diesem Jahrhundertprojekt nebenbei miterleben dürfen. Für die Mozartwoche 1991 übersiedelte ich in einen der Korrepetitionsräume im Mozarteum, der als Presse- und Koordinationsbüro fungierte. Neben den vielen Begegnungen mit internationalen Journalisten ist mir noch ein Kuriosum in Erinnerung geblieben, wohl auch ein Beweis dafür, dass im Mozarteum viele Studenten und Mozart-Liebhaber ein- und ausgehen: Das Sujet des Plakats für die Inszenierung der „Zauberflöte“ stammte von Karl-Ernst Herrmann, der auch für Bühnenbild und Kostüme verantwortlich zeichnete. Dieses Plakat war sehr begehrt, wir haben es an der Anschlagtafel im Halbstock mit mindestens einhundert Reißnägeln befestigt, aber jeden Tag mussten wir feststellen, dass „schon wieder ein Plakat gestohlen worden ist“.

Im Dezember 1999 war Salzburg als Veranstaltungsort für ein „Millenniums Concert“ von BBC World Service auserwählt worden. Im Konzert wurden Mozarts Geige, Bratsche und Hammerklavier gespielt (Quatuor Mosaique, Patrick Cohen); verbindende Worte sprach der renommierte Kritiker und Rundfunkjournalist Edward Greenfield, ebenfalls ein begeisterter Besucher Salzburgs. Trotz heftiger Schneefälle und Eiseskälte fand das Konzert im gut gefüllten Großen Saal am 19. Dezember 1999 statt. Die weltweite Übertragung davon konnte ich zusammen mit meiner Mutter in England am Christtag 1999 auf BBC World Service hören. Somit wurde es mir ermöglicht, ein musikalisches Weihnachtsgeschenk von Salzburg nach Sheffield zu bringen. Meine Mutter war besonders glücklich, weil sie leider zu der Zeit nicht mehr reisen konnte. Schätzungsweise erreichte dieses Konzert weltweit 60 Millionen Zuhörer!

Aus der Unzahl an unvergesslichen Konzerten, die ich im Mozarteum gehört habe (mit Sándor Végh, Gidon Kremer, Sabine Meyer u. a.), ist es eigentlich unmöglich, einzelne hervorzuheben. Kein Konzert, aber eine unglaublich bereichernde Erfahrung war das Werkstatt-Gespräch mit Nikolaus Harnoncourt und dem Hagen Quartett im Mozart-Jahr 2006. Die gegenseitige Wertschätzung der beteiligten Künstler war deutlich spürbar – dort habe ich zum ersten Mal gehört, wie Nikolaus Harnoncourt das Prädikat „super“ verwendete – und man konnte in zweieinhalb Stunden erfahren, was es wirklich bedeutet, die Geheimnisse hinter den Noten, die Mozart niederschrieb, zu erforschen und entsprechend musikalisch zu interpretieren. Eine absolute Sternstunde. 

Im Wiener Saal gaben die „Gesprächskonzerte“, die Robert Levin während der Mozartwoche moderierte, fantastische Einblicke in Mozarts Kompositionswerkstatt. In unvergleichlicher Art und Weise erklärt Levin manchmal komplizierte musikwissenschaftliche Erkenntnisse (noch dazu zweisprachig), dann setzt er sich gleich an Mozarts Hammerklavier und spielt mit Liebe, Begeisterung und großer Empfindsamkeit für die besonderen Klangfarben des Hammerklaviers. Wenn man dann anschließend die Autographen im Keller des Mozart-Wohnhauses am Makartplatz ansehen kann, wird einem bewusst, welch einzigartige Möglichkeiten man in Salzburg hat, Mozart näher zu kommen. 

Was für ein Glück zweimal in relativ kurzem Abstand „Mozart-Jahre“ zu erleben: 1991 der 200. Todestag; 2006 der 250. Geburtstag. Solche Gedenkjahre bringen enorme Impulse für die Mozart-Forschung und für die Vermittlung seiner Musik. Aber durch die ständige Arbeit der Internationalen Stiftung Mozarteum ist Gott sei Dank jedes Jahr ein Mozart-Jahr. 

 

Peter Mitterbauer, Mitglied des Beirats der Stiftung Mozarteum Salzburg

Meine schönste Erinnerung an das Mozarteum in der Schwarzstraße ist die an die Mozart-Matinee am 24. August 1975. Ich genoss diesen herrlichen Vormittag, während in einer Salzburger Klinik mein Sohn das Licht der Welt erblickte. 

 

Gerhard Neuwirth, Mitglied (A)

Meine erste oder früheste Erinnerung an das Mozarteum sind die Konzerte von Sándor Végh gemeinsam mit András Schiff in den 1990er-Jahren. Am meisten haben mich die Klavierkonzerte von András Schiff berührt, der nicht nur durch Gefühl und Virtuosität glänzt, sondern auch eine unvergleichliche Stimmung erzeugt.

Die Stiftung Mozarteum ist eine einzigartige Institution bestehend aus Präsentation, Wissensvermittlung und Pflege der Musikgeschichte, die Österreich weltweites Ansehen bringt.

 

Franz Nistl, Klaviermachermeister und Partner der Stiftung Mozarteum Salzburg

Ich erinnere mich sehr genau an meinen ersten Eindruck im Zusammenhang mit der Besichtigung der beiden Konzertsäle im Mozarteum. Damals war ich bei der Firma Bösendorfer beschäftigt und ich sollte Sommer 1984 bei den Veranstaltungen im Mozarteum während der Salzburger Festspiele die Tasteninstrumente betreuen. Herr Prof. Peter Lang führte mich durch das Mozarteum, um mir eine Übersiedlung nach Salzburg schmackhaft zu machen. Im Wiener Saal spielte damals gerade eine Studentin von ihm, welcher er, die Gelegenheit des Durchganges nutzend, auch gleich noch einige Ratschläge erteilte. Welchen besonderen Eindruck der Saal damals auf mich gemacht hat, kann ich heute nicht mehr beschreiben, ein anderer hat jedenfalls viel entscheidendere Spuren hinterlassen: Diese junge Pianistin ist heute meine Frau. 

Vor meiner Übersiedelung nach Salzburg kannte ich schon sehr viele Konzertsäle weltweit durch meine Sängerknabenzeit, anschließend arbeitete ich an Konzertflügeln in den schönen Sälen Wiens und Europas. So war meine erste Begegnung mit einem gräulichen, mattgoldigen, von tauben Spiegeln gerahmten Saal mit angeblich sehr guter Akustik nicht gerade berauschend. Er war zwar nett und strahlte einen angenehmen Charme aus, eindrucksvoll war er aber nicht. Wenige Jahre später aber, als die Baugerüste der Renovierung im Großen Saal wieder abmontiert waren, blitzten die Spiegel, es strahlten Wände und Dekore; jetzt ist es „mein Saal, mit meinen Konzertflügeln“.

 

João de Oliveira Cachado, Mitglied (P)

This will sound a little bit cliché but, as a matter of fact, my earliest memory of the Salzburg Mozarteum puts it on the platform of the most sacred temples. The first time I went there for a concert, decades ago, it seemed I had always belonged to the place. For me it was the confirmation of what I had been told since childhood, i.e., the magic shelter of Music, where all your steps on the ground go in search of beauty and peace, a compensation gift for the difficult hours. 

At least twice a year, during Mozartwoche and Osterfestspiele, I used to pay a working visit, up to her retirement, to my dear friend Geneviève Geffray at the Bibliotheca Mozartiana, her kingdom of the most affectionate service to the Mozart treasures. I keep going, without any interruption, year after year. Until I can. Though I live in Sintra, Portugal, three thousand kilometers far from Salzburg, I can’t imagine missing the Mozarteum and the possibility of sharing Mozart works where they are so particularly celebrated by the best among the best. 

I know other european, quite famous and impressive music halls. However, none is scarcely near the characteristics and conditions offered by the hundred year old Mozarteum Art Nouveau Grosser Saal, where everything is so adequate to enjoy the great music. And in the Wiener Saal, the cosy and intimate place for chamber music, quite close to those wonderful artists we so much love and admire, and the space for unforgettable lectures, for all kind of meetings and tributes.

For me, Mozarteum walls are as sacred as the ones of Sarastro’s temple. For over 100 years they have enabled flourishing of the best man can accomplish, as a demand of Mozart himself, who wrote “I would like to have everything that is good, genuine and beautiful!”, today’s famous néon words in its façade. Thus, in this wonderful building, let us be worthy of such an heritage.

 

Stephan Pauly, Frankfurt (Kfm. GF und künstl. Leiter der Stiftung Mozarteum Salzburg, 2004 bis 2012)

Für mein Empfinden ist der Große Saal der Stiftung Mozarteum ein ganz und gar einmaliger Raum für das Hören von Musik: Zum einen ist er groß und großzügig, er bietet für fast 800 Zuhörer einen freien, umfassenden, offenen Raum für die Entfaltung der Musik. Zugleich aber ist er ein sehr intimer Raum, man ist beim Hören den Musikern ganz nah, alle sind in diesem Raum in einem unmittelbaren, direkten, lebendigen Kontakt miteinander. 

So viele beeindruckende Momente habe ich im Großen Saal erlebt (und so unterschiedliche!) – in den Mozartwochen, bei den Dialogen, in Konzerten der Salzburger Festspiele oder anderer Veranstalter. Und ich vermag gar nicht zu sagen, welcher der war, der mich am meisten beeindruckt hat. Am meisten berührt? Vielleicht die unmittelbare Begegnung von zwei kleinen, leisen, kurzen Werken: György Kurtágs „Ligatura – Message to Frances-Marie“ op. 31b und Mozarts Lied „Abendempfindung an Laura“ KV 523. Zwei Sprachen, eine Empfindung, ein Glück.

 

Arunas Peciulis, Obmann der Salzburger Liedertafel

Die Geschichte des Mozarteum in der Schwarzstraße ist sehr eng mit der Salzburger Liedertafel verbunden: Bereits 1856, nach der Hundertjahrfeier der Geburt Mozarts, engagierten sich Mitglieder der Liedertafel für die Gründung eines Bauvereins, der „ein für alle musikalischen Zwecke entsprechendes Gebäude“ – Mozarteum genannt – in Salzburg errichten sollte, das auch Vereine wie die Liedertafel beheimaten sollte. Spenden von damals bildeten die Grundlage für einen Mozarteumsbaufonds. Es sollte jedoch noch über 50 Jahre – bis 1911 – dauern, bis dieser Gedanke in Erfüllung ging: Mit einem Baukostenbeitrag von 14.000 Kronen konnte sich die Liedertafel im neu erbauten Mozarteum für dauernde Zeiten geeignete Räumlichkeiten sichern. Am 15. November 1913 bezog Salzburgs traditionsreichster Chor sein eigenes Vereinsheim in der Schwarzstraße, in dem bis heute alle Chorproben, gemeinsame Feierlichkeiten und öffentliche Konzerte abgehalten werden. Vielen SalzburgerInnen werden auch noch die Liedertafel-Maskenbälle, die bis in die 1980er-Jahre im Mozarteum stattfanden, in wunderbarer Erinnerung sein. Auch trat die Salzburger Liedertafel immer wieder im Wiener Saal und Großen Saal des Mozarteums auf.

Das Vereinsheim der Liedertafel zeugt von der traditionsreichen Vergangenheit: An den getäfelten Wänden sind Bilder aus den früheren Vereinsheimen angebracht, ein Glasschrank enthält die Geschenke und Ehrengaben aus dem über 165-jährigen Schaffen der Liedertafel und das Archiv beherbergt bedeutsame Zeugnisse der musikalischen Vergangenheit Salzburgs.

Für Generationen von Liedertafel-Sängerinnen und -Sänger ist das Mozarteum daher nicht nur eine Heimat, sondern auch ein wertvoller Ort der Begegnung und eine wichtige Grundlage für das Bestehen des Chores.

 

Roland Peemöller, Mitglied (D)

Zum ersten Mal war ich 2008 im Rahmen der Mozartwoche im Mozarteum zu Gast und besuche die Konzerte seither regelmäßig. In großartiger Architektur erlebte ich hier großartige Augenblicke der Musik.

Es gibt Komponisten, und es gibt Mozart.

 

Costa Pilavachi, Mitglied des Beirats der Stiftung Mozarteum Salzburg

I have been a regular visitor and concertgoer to the Great hall of the Mozarteum in Salzburg for almost 30 years and consider it one of the finest concert halls in the world. The atmosphere is unique, the acoustics ideal and I have had the privilege of hearing some of the world’s greatest artists and ensembles perform there. I believe that all of us, performers as well as members of the audience, feel a special “frisson” when we are in this beautiful building. After all, we are conscious that Mozart breathed the same air and we are under the same roof as many of his manuscript scores, letters and other possessions. It is a most special place. 

 

Eva-Maria Prilisauer, Mitglied (A)

Als ich das Mozarteum zum ersten Mal sah, empfand ich es als schlicht aussehendes Gebäude mit bedeutendem Inhalt. Hier kann man sich sofort zu Hause zu fühlen und findet Mozärtlich feierliche Atmosphäre gepaart mit intensiver Pflege kostbaren Kulturgutes vor!

 

Friedrich Randl, Mitglied (A)

Im Jahre 1952 habe ich das erste Mal, als Nicht-Salzburger, vom Mozarteum gehört und bin in das Haus gekommen. Mein Zimmernachbar war Student an der Hochschule Mozarteum und hat mir von Freud und Leid des Studiums erzählt. 

Die Farbgebung des Großen Saals, helles Gold und nicht zu pompöse Beleuchtung, erwartet den Besucher und verschafft Wohlbehagen. In dieser kultur- und musikträchtigen Stadt ist die Stiftung Mozarteum ein besonderes Juwel und stellt die Pflege von Musik in den Mittelpunkt.

 

Ingo Rickl, Mitglied (A)

Schon ab ungefähr 1952 besuchte ich das Mozarteum: Die damaligen Salzburger „Musikgötter“ Prof. Dr. Bernhard Paumgartner und Prof. Dr. Eberhard Preussner erklärten uns Gymnasiasten die am Abend gespielten Werke, vor allem jene zeitgenössischer Komponisten wie Hindemith, Strawinsky oder Cesar Bresgen.

Ich habe dann ab 1956 bis heute fast alle Konzerte der Mozartwoche im Großen Saal besucht, der die beste Akustik aller mir bekannten Musiksäle aufweist. Beeindruckend war, wie Will Quadflieg als einziger Rezitator diese für Sprecher heikle Akustik bewältigte. 

Wissenschaft und Aufführungspraxis gehen in diesem 100 Jahre jungen Gebäude Dank in allen Positionen höchstqualifizierter und ambitionierter Mitarbeiter eine weltweit ausstrahlende Symbiose ein. 

 

Paul Roczek, Partner der Stiftung Mozarteum Salzburg

Als Fünfzehnjähriger durfte ich das erste Mal an der Internationalen Sommerakademie teilnehmen. Ich wurde als Preisträger ausgewählt und konnte so Mozarts A-Dur Violinkonzert mit Orchester im Großen Saal vortragen. Neben der Schönheit und für mich damals doch gewaltigen Größe, hat mich von Anfang an die wunderbare Akustik im Großen Saal fasziniert, die ich später in zahllosen Konzerten mit dem Österreichischen Streichquartett genießen durfte. Einer der besten Kammermusiksäle der Welt!

Die heute vielerorts verlorengegangene Zusammenarbeit zwischen hoher Ausbildungsschule und der Jugend verpflichteten Konzertveranstaltern wird von der Stiftung Mozarteum Salzburg noch vorbildlich gelebt. 

 

Katsutoshi Saito, Chairman of the Board, Dai-Ichi Life Insurance Company Ltd. (J)

I would like to extend my warmest congratulations on this special occasion, the 100th anniversary of the Mozarteum on Schwarzstraße.

I have tremendous respect for the role the Mozarteum has played in keeping alive the heritage of Wolfgang Amadeus Mozart and sharing it with the world through music education, festivals, concerts, research and the administration of the Mozart-related museums.

It is my hope that the Mozarteum on Schwarzstraße will continue to develop further and to be a place loved by people from around the world for generations to come. 

 

Carl H. Graf Sandizell, Mitglied (A)

1975 nahm mich mein Onkel, Graf Johannes Moy, zu einem Konzert in seine Loge im Großen Saal des Mozarteums mit. Es war ein großer Genuss, Mozart in diesem Rahmen hören zu können. Der Große Saal, den ich später oft gesehen habe, hat mich durch die Deckenstruktur immer wieder sehr beeindruckt und fröhlich gestimmt. 

Ich bin durch meine Jahre in München und New York sehr verwöhnt. Das Ambiente des Mozarteums jedoch ist immer wieder ein emotionaler Gipfel. 

 

Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann, Förderin, Mitglied des Beirats der Stiftung Mozarteum Salzburg (D)

Das Mozarteum in der Schwarzstraße ist für mich der große bauliche Ausdruck der untrennbaren Verbindung der Stadt Salzburg mit dem Genie und der Musik von Wolfgang Amadé Mozart. Das Gebäude mit der Bibliothek und den Konzertsälen ist ein zentraler Ort des umfangreichen und großartigen Wirkens der Stiftung. Ich gratuliere der Stiftung Mozarteum zum 100-jährigen Bestehen des Mozarteums und wünsche diesem Haus, dass es weiterhin strahlender Anziehungspunkt für Freunde und Liebhaber der Musik ist.

 

Manfred Hermann Schmid, Vorsitzender der Akademie für Mozart-Forschung

Das Haus in der Schwarzstraße ist ein Ort, der viel in meinem Leben bedeutet. Als ein Ort der Begegnung mit Musik und mit Menschen. Ich betrat das Haus erstmals im Sommer 1966, zusammen mit meinen Brüdern und meiner Mutter als Gäste der Stiftung, die damit meinen verstorbenen Vater als ersten Editionsleiter der Neuen Mozart-Ausgabe ehren wollte. Walter Hummel führte in sprichwörtlich liebenswürdiger Weise durch das Gebäude und zeigte uns als erstes den imposanten Sitzungsraum der Stiftung. Mehr noch war ihm das Zauberflötenhäuschen im Garten ein Anliegen. Das Zentrum allen Erlebens war freilich der Große Saal in seiner unaufdringlichen weiß-goldenen Eleganz von der Warte der Stiftungsloge aus. Was hier zu hören war, blieb für immer im Gedächtnis, darunter ein Schumann-Liederabend mit Dietrich Fischer-Dieskau, ein Symphoniekonzert mit den Wiener Philharmonikern, die damals noch in diesem Raum spielten. So etwas kannte ich aus dem geliebten, aber doch eher braven Augsburg nicht. Im Hotel konnten wir dann vieles gleich noch einmal im Radio hören. Salzburg schien mir in diesem Augenblick das musikalische Zentrum der Welt. 

Zurück kehrte ich unendlich lange zwei Jahre später, als Kandidat einer Aufnahmeprüfung im Fach Violine. Während des Studiums, bei dem mich mehr noch die Musiktheorie bei Helmuth Eder und Kurt Overhoff interessierte, lernte ich ganz neue Räume des Hauses kennen, vom Saal der Liedertafel als Probenraum des Orchesters bis zum Geigenbauatelier unterm Dach. Die Hauptattraktion war freilich wieder der Saal, den ich jetzt, als Mitglied des Hochschulorchesters und der Camerata Salzburg, aus der Bühnenperspektive kennenlernte. Neu hinzu kam ein Raum, der mir heute fast der liebste ist, der intime Wiener Saal. Er war Vorspielraum für fortgeschrittene Studierende einschließlich der Sommerakademie, und er war Vortragsraum meines ersten musikwissenschaftlichen Kongresses, den ich als Zuhörer verfolgte. 

Nach fünf Semestern wurde mir das Mozarteum freilich auch ein wenig eng, als Institution wie als Gebäude. Ich sah es erst 1976 wieder, als Referent einer Mozart-Konferenz, der ich dann in einiger Beständigkeit bis heute geblieben bin. Damals waren die Konferenzen in die Festspiele integriert, so dass viel zu hören war, nicht nur im Haus in der Schwarzstraße, aber auch dort. Davon hat mich kaum etwas so unmittelbar berührt wie die Konzerte der Camerata Salzburg unter Leitung von Sándor Végh. Ein kleines Menuett konnte genügen, den Funken wahrhaften Musizierens zu entzünden. Keines importierten, sondern eines Salzburger Musizierens, das mir wie neu belebt aus dem Tanzmeistersaal des Mozart-Wohnhauses herüberzuklingen schien. 

1991 hatte die Neue Mozart-Ausgabe als ein einzigartiges Projekt der Stiftung Mozarteum Salzburg im Großen Saal ihren festlichen Abschluss. Den ersten Band hatte mein Vater 1955 vorgelegt, am Vorabend von Mozarts 200. Geburtstag. In der Zeit des NMA-Jubiläums kam ich in neuer Funktion ins Haus, als Mitglied des „Zentralinstituts“, das sich bald in Akademie für Mozart-Forschung umbenannte. Jetzt wurde jener Raum, nicht zuletzt seit meiner Wahl zum Vorsitzenden 2010, zum Zentrum meiner Salzburger Aufenthalte, den ich als ersten des schönen Hauses gesehen hatte, der Sitzungsraum im ersten Stock mit seinem Flair der späten Kaiserzeit, die ihre eigenen Ideen in Sachen Mozart hatte. 

Gebaut worden war das Haus in erster Linie für junge Leute, die im Zeichen Mozarts in die Geheimnisse der Musik eingeweiht werden sollten, vielleicht gar in Verbindung von Praxis und Wissenschaft. Das war die späte Abwandlung, wie ich sie selbst für mich erfahren habe. Für die nächsten 100 Jahre könnte das noch immer ein brauchbares Motto sein. Dabei sollte weiter gelten, dass das Haus viele Räume hat, von denen jeder auf seine Weise etwas zum fernen Ziel beiträgt. Jedenfalls empfinde ich es als eine glückliche Fügung, dass es mir vergönnt war, so viele dieser Räume und mit ihnen auch deren Aufgaben zu erleben. 

 

Louis Schnider, Förderer (CH)

1952 unternahm ich mit den Eltern einen Tagesausflug Thumersbach am Zeller See nach Salzburg und besuchte das Mozarteum mit dem Archiv, der Bibliothek, dem Wiener Saal, dem Zauberflöten-Häuschen und einer Vorführung auf der Konzertorgel im Großen Saal mit Werken von J. S. Bach. 1974, anlässlich der Sommerfestspiele, erlebte ich dann mein allererstes Konzert im Großen Saal des Mozarteums (Mozart-Matinée; Leitung: Th. Guschlbauer, Solisten R. Küchl, Violine und Silvia Geszty, Sopran)

Seit Jänner 1987 besuchte ich in ununterbrochener Folge bis heute die Mozartwoche und war bei über 200 Konzerten allein im Großen Saal! Das hätte ich mir bei meinem denkwürdigen ersten Besuch 1952 nicht vorstellen können und auch nicht, dass ich mir beim Wiederaufbau des Mozart Wohnhauses 1989 mit einem „goldenen Baustein“ beteiligen würde. Aber der Besuch von 1952 bleibt mir markant in Erinnerung wie auch die anderen Mozart-Stätten. Beeindruckt hat mich schon 1952 die Schönheit des Großen und des Wiener Saals. Unvergesslich sind für mich die Mozart-Solo- und -Klavierkonzert-Darbietungen von András Schiff im Großen Saal in Erinnerung. Auch die Sommer-Matinéen habe ich immer sehr geschätzt. 

 

Fred J. Scholder, Förderer (USA)

My wife Evy and I became aware of Mozart Week about 20 years ago when we attended the August Salzburg Festival. As frequent Goldener Hirsch guests, we returned the following January for our first Mozart week.

Upon entering the Great Hall we immediately felt that we were in a very special place with such historical significance. At a Residence Reception we met Jack and Peggy McDowell. They invited us the following evening to their annual dinner Soiree at the upstairs room in the Mozarteum. This was a magical evening for us. We were all entertained by the Vienna Philharmonic’s principal string players, followed by the Salzburg Marionettes performing to the music of the Magic Flute. At the same time we could see the snow flakes falling outside the windows.

We have returned every year since . Sadly, my beautiful wife of 56 years passed away in December, 2013. At this time, I am planning a return visit to the Goldener Hirsch with my daughter for Mozart Week 2015.

Congratulations on your 100th year !!!

 

Walter & Sabine Schuster, Mitglieder (D)

Für uns ist das Mozarteum untrennbar mit Salzburg, Österreich und natürlich mit Mozart verbunden … es sind viele kleine Gedanken: Der wunderschöne Saal, das gut gekleidete, fröhliche Publikum, diese Ruhe, die man so plötzlich in der Stadt findet … die Tasse Kaffee mit der Mozartkugel im „Bistro“, in der Pause der herrliche Blick auf den Mirabellgarten … Musik, Kunst und Künstler in großer Nähe, Intensität und höchster Güte … Das „Mozarteum“ war und ist unser Schlüssel zu Mozart.

 

Wolf-Dieter Seiffert, Mitglied der Akademie für Mozart-Forschung

Meine Eltern liebten die Stadt Salzburg so sehr, dass wir jedes Jahr einen Urlaubsabstecher zum „Wolferl“ im Geburtshaus wie auch zum Mozarteum in der Schwarzstraße machten. Ich weiß noch, wie ich kindlich bei mir dachte, „dieser Wolferl muss ein wirklich bedeutender Komponist gewesen sein, wenn ihm schon als Kind so ein tolles Haus gehörte.“

Wir Mozart-Versessenen in aller Welt brauchen einen so kraftvollen Ort, solch ein Zentrum der Liebe und Konzentration auf sein Leben und Werk in allen Facetten von Theorie und Praxis. Weiter so!

 

Sir John Shaw, Mitglied (GB)

It is now about 25 years since we first attended a Mozart Woche and experienced the splendour of the „Großer Saal“. The impact of that first visit was overwhelming – the proper of the Hall, its decoration in white and gold, the figures around its upper level, the “classic” lay out of audience seating and the simple slagging for the performers create a unique ambience for everyone in the hall. It has been, and we hope will continue to be a temple for complete pleasure. 

 

Gerhard Sinzinger, Mitglied (A)

Das Mozarteum war einfach immer da – meine Familie lebte jahrzehntelang im Haus Schwarzstraße 17. Genau vis à vis vom Großen Saal des Mozarteums. Eine frühe Kindheitserinnerung sind die Klänge von verschiedenen Instrumenten und Gesangstönen, die aus den geöffneten Fenstern im Sommer zu uns herüberklangen.

Ein unvergesslicher Eindruck war vor vielen Jahren eine Probe des Mozarteumorchesters zur achten Symphonie Anton Bruckners unter dem Dirigenten Robert Wagner, der diese Probe ohne Zuhilfenahme der Partitur auswendig leitete (– „gehen wir zurück zu Nr. 80, ich hätte da die Hörner etwas stärker“ u. ä.). Immer wieder begeistert mich die hohe Qualität, die das Mozarteumorchester erreicht hat. Ein weiteres Highlight für mich: In letzter Zeit die Proben der Cappella Andrea Barca unter András Schiff für die jeweilige Mozartwoche. 

Ich besuche die Konzerte der Stiftung Mozarteum seit sieben Jahrzehnten, verdanke ihnen unzählige glückliche Stunden und hoffe, dies noch für eine Weile weiter tun zu können. 

 

Günter K. Sorst, Mitglied (D)

Meine erste Berührung mit dem „offiziellen“ Salzburg hatte ich um 1970 herum, als ich zu den Oster- und den Pfingstfestspielen gefahren bin. 1972 schließlich war ich bei den Sommerfestspielen. Zwangsläufig bin ich da mit dem Mozarteum in Berührung gekommen – ohne dass mir dessen Bedeutung direkt ins Bewusstsein gedrungen ist. 2012 ist mir dann (endlich!) die Stiftung Mozarteum in das Bewusstsein gedrungen, als ich meinem Sohn, der in Salzburg lebt und arbeitet, eine Karte für ein Konzert unter Gustavo Dudamel geschenkt habe. Im Jahr 2013 schließlich habe ich Karten für die Mozartwoche 2014 bestellt (und bekommen!) und bin immer noch hellauf begeistert. Für 2015 habe ich gleich wieder Karten für die Mozartwoche bestellt ... Die Mozartwoche wird in Salzburg wohl das werden, was meinen Wünschen am nächsten kommt (außer Bayreuth)!

 

Alfred Stiefenhofer, Mitglied (D)

Meine Frau und ich besuchen seit etwa 40 Jahren regelmäßig die Salzburger Festspiele, und zwar in erster Linie Konzerte. Schon im ersten Jahr unserer Teilnahme besuchten wir auch eine Mozart-Matinée, die seither zu den Favoriten unserer Salzburger Konzertbesuche zählen. Besondere Höhepunkte erlebten wir, wenn im Mozarteum Matinéen von Sándor Végh geleitet wurden. Jährlich eine, am besten aber zwei Mozart-Matinéen sind für uns ein „Muss“. Aber auch Kammermusik-Konzerte im Mozarteum schätzen wir hoch und besuchen sie gerne.

Am Großen Saal der Stiftung Mozarteum schätzen wir besonders die sehr gute Akustik von den Plätzen im Rang Mitte und den vollen, sehr guten Blick auf die Musiker. Wir lieben insbesondere die schöne architektonische Gestaltung und die harmonische Ausstattung. Besonders hoch schätzen wir auch die unserem Geschmack so gut wie immer voll entsprechende Programmgestaltung und die erstklassigen Dirigenten, die – insbesondere in der Person von Ivor Bolton – würdige Nachfolger von Sándor Végh sind. Sehr angenehm ist in den Pausen ein Aufenthalt im Garten, und immer wieder ein Vergnügen ist ein Besuch im Zauberflötenhäuschen. 

Die Pflege der Wiener Klassik und vor allem der Werke von Mozart sowie die Förderung musikalischer Begabungen und insbesondere junger Talente im und durch das „Mozarteum“ sind ein wesentliches Kulturgut, ohne das Salzburg nicht Salzburg wäre, und das nach Möglichkeit für immer erhalten werden muss. 

 

Christof Subklew, Mayrische Musikalienhandlung, Mitglied (A)

Als ich zum ersten Mal Noten an die Bibliotheca Mozartiana lieferte, war ich von der Fülle der Mozart-Musikalien und dem Wissensstand der Leiter, Herrn Dr. Angermüller und Frau Prof. Geffray, überwältigt. Die Pflege der Musikalien hier ist vorbildlich. Was wir als Mayrische Musikalienhandlung nicht liefern konnten oder was vergriffen war: hier fand man es.

Weiter so: Die Sammlung der Noten und Bücher zum Thema Mozart pflegen und Gratulation für die Digitale Mozart Edition DME, auch wenn wir als größte Musikalienhandlung dies verständlicher Weise mit gemischten Gefühlen sehen... Und unbedingt die Kammermusikreihe im Großen Saal fortführen!

 

Felix Unger, Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste (A)

Meine ersten Erinnerungen an das Mozarteum gehen weit in die Sommerferien meiner Kindheit im Jahr 1960 zurück, wo die Sonntags-Matineen in eindrucksvoller Weise übertragen wurden. In der Pause eines Konzerts hat Bernhard Paumgartner dann auch Texte über das Leben von Mozart vorgetragen. Ich habe mich sehr gefreut, als ich dann 1985 das Mozarteum zum ersten Mal betreten durfte. 

Dieses Haus berührt mich durch seine klare schlichte Einfachheit, die eine enorme Wärme ausstrahlt. Besonders beeindruckend sind im Sommer die Pausen im geöffneten Garten, was zu einer Kohäsion der Mozart-Freunde führt. Dieser einzigartige Ort ist natürlich der Pflege der Mozart-Musik gewidmet. Die Mozartwoche halte ich für hervorragend, sie eröffnet so viele verschiedene Interpretationsmöglichkeiten. 

 

Ernst Wachalovsky, Mitglied (D)

Ein gelungener Auftritt meiner Enkelin Reinhild Buchmayer, damals noch Studentin für Gesang, gemeinsam mit ihrer Gesangsprofessorin Barbara Bonney im Großen Saal des Mozarteums zählt zu meinen frühesten Erinnerungen. Dass dies schönste Erinnerung für einen Opa sein kann, wird sicher jeder verstehen. Ich stand im Jahr 1942, da erweckte Salzburg den Eindruck einer Garnisonsstadt (Zweiter Weltkrieg), beim Kurzbesuch eines Onkels in einem Rundgang auch vor dem eindrucksvollen Bauwerk des Mozarteums. Damals war es eine flüchtige Stippvisite; aber auch sonst hätte der 15-jährige Schüler des Theresianums in Wien es sich nicht träumen lassen, dass er Jahrzehnte später einmal als Großvater eine Opernsängerin bei ihrem Debüt vor einem begeisterten Publikum im wunderschönsten, dem Geiste Mozarts entsprechenden Konzertsaal erleben würde. 

In meinem 30. Lebensjahr führte mich der Lebensweg nach Salzburg, aber auch in das nun 100 Jahre alte, vom unsterblichen Geist der Musik seines Namensgebers erfüllte Gebäude als Mitglied des der Kunst verpflichteten Schlaraffenbundes, der dem Genius loci ein Leitbild darstellt. Als Journalist, Redakteur, schließlich als Chefredakteur auch im Bereich der Stadtverwaltung lernte ich die große Leistung der Internationalen Stiftung Mozarteum kennen und schätzen.

 

Axel Wagner, Mitglied (A)

Meine erste Erinnerung an das Mozarteum und an den Großen Saal stammt aus dem Jahr 1951 aus Anlass des 100-Jahr-Jubiläum der 1851 gegründeten Realschule, die ich besuchte, gefeiert und die Festveranstaltung fand im Großen Saal statt. Ich musste damals als Zwölfjähriger in dem aus Schülern der Realschule und des Realgymnasiums zusammengestellten Orchester eine zweite Geige spielen, ein großer Schülerchor sang ein Stück aus Schuberts „Rosamunde“. 

Bei der von der Stiftung Mozarteum Salzburg aus Anlass des 200. Geburtstages von Mozart am 27. Jänner 1956 zelebrierten Kranzniederlegung am Mozart-Denkmal wirkte ich als Schüler einer 7. Klasse in einem aus der gesamten Oberstufe des Realgymnasiums gebildeten Chor mit, die eisige Kälte an diesem Abend ist mir immer noch im Gedächtnis.

Im Wiener Saal war ich das erste Mal, als hier mein Großvater, Stadtbaumeister Franz Wagner (1872-1960), zu Beginn der 1950-er Jahre einen Vortrag über Baukultur in Salzburg gehalten hat. Unvergesslich ist für mich auch der Festakt, als ich in diesem Saal am 25. Mai 2000 die Goldene Ehrenmedaille der Universität Mozarteum erhielt.

Ich schätze das Mozarteum als wohl einzigartige Stätte der Pflege von Musik in allen nur möglichen Sparten und bin nun seit nahezu 40 Jahren begeisterter Hörer der Camerata-Konzerte in diesem Haus; die Atmosphäre im Großen Saal des Mozarteums halte ich für unübertroffen! 

 

Karl Wagner, Mitglied (A)

Dass diesem Haus im Krieg nichts passiert ist, erfüllt mich mit einem Glücksgefühl. Meine Gedanken zum Mozarteum habe ich in dem Buch „Das Mozarteum, die Geschichte einer kulturellen Institution“ niedergeschrieben.

 

Josef Wallnig, Mitglied (A)

Als Achtjähriger wurde ich 1954 in die Klavierklasse von Zdenka Pacher-Gruber in der Akademie Mozarteum aufgenommen; ich begann, das „Wunderschloss Mozarteum“ so zu lieben, dass ich manchmal sogar an den Wochenenden, wenn die Akademie geschlossen hatte, die Salzach überquerte, um „mein“ Mozarteum wenigstens von außen zu sehen. Diese Liebe hat angehalten, 60 Jahre lang, bis zu meiner Emeritierung in diesem Jahr; eine unverwüstliche, tiefe Beziehung!

Im Großer Saal und vor allem im Wiener Saal des Mozarteums verbrachte ich während meiner Kindheit und Jugend viel Zeit. Die traditionellen Vortragsabende Mittwoch nachmittags um sechs Uhr besuchte ich mit meiner Mutter fast regelmäßig; ich habe mich dabei nicht nur auf die Musik konzentriert, sondern manchmal aus Langeweile alle Details des Wiener Saals betrachtet und immer wieder gezählt: die goldenen Stäbe der Bühnenwand, die Dekorationen an der Decke, die Hufe der Pferde ...

An diesem einzigartigen Ort der Musik- und Mozart-Pflege als Lehrender der Universität „zu Hause“ sein zu dürfen und gleichzeitig die wissenschaftliche Strahlkraft der Schwester Stiftung Mozarteum allzeit und all-überall spüren zu können, ist wohl ein unendliches Glück, das mir das Leben geschenkt hat.

Ad multos annos

 

Heinz Walter, Mitglied (A)

Erstmals besuchte ich das Mozarteum im Alter von acht Jahren (1936), um bei Prof. Ledwinka, später bei Prof. Wührer zu studieren; 1952 legte ich hier meine Diplomprüfung Klavier ab, 1954 dann meine Diplomprüfung Cembalo.

Während ich von 1951 bis1998 im Mozarteum unterrichtete, gab ich sehr oft Konzerte im Wiener Saal und drei Mal im Großen Saal. Das Mozarteum ist quasi meine 2. Heimat! 

 

Gerda Werner, Mitglied (A)

Ich wohne erst seit vier Jahren in Salzburg, aber für mich ist das Mozarteum ein Ort der inneren Ruhe und Einzigartigkeit. Die Konzerte sind von höchster Qualität – ein herrlicher Genuss in wunderbarer Atmosphäre.

 

Marja Wikström, Mitglied (FIN)

Es war Sommer 1964, meine Schwester und ich liefen in Salzburg umher, zum ersten Mal in unserem 20-jährigen Leben. Wir hatten nur 30 Minuten Zeit, die Altstadt zu finden und zu besuchen, denn wir mussten weiterfahren. Wir waren über 2.000 km weit gereist, um nun endlich Mozarts Geburtshaus, das Mozart-Wohnhaus mit dem Tanzmeistersaal und das Mozarteum zu sehen. 1984 trat ich dann erstmalig in den Großen Saal des Mozarteums. Es war ein Konzert um 11.00 Uhr vormittags. Gold! Weiß! Ich war gleich bezaubert, ich war mitten in der Schönheit des Saales!

Well, I would like to say that in my mind, over 30 years, has resounded Mozart’s piano concert KV 503. I shall never forget how wonderful, how resplendent the soloist Markus Hinterhäuser played this concert in the Great Hall. He showed the magnificent dialogue between piano and cello group on the 3rd movement. Unforgettable memory in the Great Hall!

 

Franz Wirth, Mitglied (D)

Meine persönlichen Erinnerungen an das Salzburger Mozarteum mit seinem herrlichen, im Jugendstil erbauten Großen Saal beginnen mit einer phänomenalen Aufführung Mozartscher Kompositionen (u. a. die Symphonie in C-Dur KV 200) durch die Camerata Salzburg unter der Leitung des der Wiener Tradition verbundenen Dirigenten Hofrat Professor Dr. Bernhard Paumgartner im Juni 1959 anlässlich einer Exkursion der Teilnehmer an der gleichzeitig in München stattfindenden Bundes-Schulmusikwoche. Die Zuhörerschaft war überwältigt von der bis ins Detail überzeugend vorgetragenen „Salzburger Spielweise“. Auf ebenso hohem Niveau befand sich die nachmittägliche Aufführung der „Krönungsmesse“ wie des „Ave verum“ von Mozart in der Stiftskirche St. Peter. 

Ähnlich erhebende Eindrücke ergaben sich für den Verfasser dieser Zeilen bei einer ganzen Reihe besuchter Mozart-Matinéen wie beispielsweise im Sommer 1961 bei einer fulminanten Aufführung des Oboenkonzerts von Mozart, als der Solist Heinz Holliger das Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hinriss. Der erfolgreiche Abschluss seines Kompositionsstudiums an der Akademie für Musik und darstellende Kunst Mozarteum mit einem Examenskonzert im „Wiener Saal“ gab den Anstoß, um für die Mitgliedschaft in der Stiftung Mozarteum anzusuchen. 

Besonderer Dank gebührt der Internationalen Stiftung Mozarteum für ihre nachhaltige Förderung von Jugendlichen des Wittelsbacher-Gymnasiums von den 1960er- bis in die Mitte der 1990er-Jahre, sei es durch Führungen, sei es durch die Genehmigung, an Generalproben der Wiener Philharmoniker während der Mozartwoche teilnehmen zu dürfen, sei es durch die großzügige Bereitstellung von Eintrittskarten zu Konzerten der Wiener Philharmoniker, des Mozarteumorchesters oder des Hagen-Quartetts. Nach übereinstimmenden Meinungen werteten die erwartungsvoll angereisten Jugendlichen die bei den Konzerten gewonnenen Eindrücke als bleibende Lebenserinnerungen.

 

Thomas Wolfram, Geschäftsführer des Mozarteumorchesters Salzburg

Meine früheste Erinnerung an das Mozarteum in der Schwarzstraße ist ein einzigartiges Konzert mit dem Mozarteumorchester Salzburg und Friedrich Gulda.

Möge das Mozarteum allen Musikliebhabern noch lange erhalten bleiben.

 

Friederike Zaisberger, Mitglied, ehm. im Kuratorium der Stiftung Mozarteum (A)

Im Alter von 12 Jahren (1952) durfte ich das erste Mal alleine ein Konzert im Mozarteum besuchen. Ich saß im Großen Saal in der letzten Reihe. In der Präsidiumsloge bemerkte ich eine eindrucksvolle ältere Dame (die Witwe Hummel, wie ich später erfuhr). Ich wünschte mir ganz fest, dass auch ich einmal dort sitzen könnte. Dieser Traum erfüllte sich von 1974 bis 2003, als ich Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Mozarteum Salzburg war.

 

Reinhard Ch. Zinkann V, Stifter, Mitglied im Beirat der Stiftung Mozarteum Salzburg (D)

Zum ersten Mal besuchte ich das Mozarteum als Zehnjähriger mit meinem Großvater, Karl C. Zinkann, der mir damals das Mozarteum und seine Bedeutung erklärte. Am selben Abend besuchten wir ein Konzert der Wiener Philharmoniker im Großen Saal, das mir bis heute unvergessen ist. Die Atmosphäre und die Akustik sind jedes Mal wieder ein Genuss, ebenso wie ein kleiner Brauner oder Prosecco in der Pause im Gärtchen.

Das Mozarteum ist eine einzigartige Einrichtung, in der Musikkultur gepflegt und auf das Wunderbarste erlebbar gemacht wird. 

 

Hansgeorg R. Zoske, Stifter (D)

 

Der Name Mozarteum war mir schon früh als Hochschul- und Orchesterbezeichnung geläufig. Seit meinem ersten Besuch der Salzburger Festspiele sind mir dann das Gebäude und die Stiftung Mozarteum ans Herz gewachsen. Besonders beeindruckt hat mich die stilistische Innengestaltung beider Säle, die eine besondere Atmosphäre erzeugt und das Haus damit von großen modernen Konzerthallen deutlich unterscheidet. 

Das besondere Flair des Hauses sowie die Qualität der Musikprogramme bewirken eine Anziehungskraft bis nach Berlin, sodass ich regelmäßig mit Vorfreude den Weg nach Salzburg antrete.

 

Walter Zwipf, Mitglied (D)

Eines wunderschönen, sonnigen Wintertages vor vielen Jahrzehnten – damals waren die Winter in unseren Regionen noch richtige Winter mit Kälte und viel Schnee – spazierten meine Frau und ich vormittags bei klirrender Eiseskälte durch die schneebedeckte Schwarzstraße am Mozarteum vorbei und freuten uns auf einen wärmenden „Großen Braunen“ im schon damals als Künstlertreff bekannten Cafe Bazar. Da begegnete uns kurz vor dem Mozarteum ein großer, kräftiger Mann, tief in einem dicken Pelzmantel versteckt und den Kopf in einer Pelzmütze und im hochgeschlagenen Mantelkragen versteckt. Er ging finster und suchend, gleichzeitig aber doch auch fast geistesabwesend erscheinenden Blickes zunächst am Mozarteum vorbei, um gleich darauf wie ein Tiger im Zoo-Käfig sich umwendend auf dieses zugehend und durch dessen Türe zu verschwinden. „Sicher ein Russe“ – damals noch eine Seltenheit, ja geradezu ein Exot in unserer früheren westlichen Welt vor dem Eisernen Vorhang – dachten wir uns und maßen der gleichwohl erstaunlichen und sich ins Gedächtnis einprägenden Begegnung keine weitere Bedeutung bei. Am darauffolgenden Abend im Konzert im Mozarteum – unserem ersten Konzerterlebnis in dem einmalig schönen und intimen Musiktempel – stellten wir fest, wer der finstere, pelzumfütterte Mann war, dem wir vormittags auf der Straße begegnet waren: Sviatoslav Richter, dem wir ein unvergessliches und tiefbewegendes Konzerterlebnis zu verdanken hatten!

Seit diesem Konzert mit Sviatoslav Richter haben wir noch unzählige weitere, wunderbare Künstler im Großen Saal des Mozarteums erlebt, darunter Walter Giweking, Liza della Casa, Fritz Wunderlich, Christian Gerhaher, Kammerkonzerte (u. a. mit Ebéne Quartett) oder Konzerte mit András Schiff und seiner Cappella Andrea Barca, Mozarts Violinkonzerte mit Maxim Vengerov .., bis zu Beethoven-Symphonien unter Sir Simon Rattle gehört.

Ambiente und Stimmung dieses Konzertsaals sind einzigartig und die Akustik (jedenfalls im Rang – unseren bevorzugten Stammplätzen!) hervorragend – sehr direkt und unmittelbar!