Mozarts Geburtshaus

Mozarts Geburtshaus

Getreidegasse 9, A-5020 Salzburg
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Tel.: +43-662-84 43 13
Fax: +43-662-84 06 93
mozartmuseum@mozarteum.at

Öffnungszeiten

Täglich: 09:00 - 17:30
Juli und August: 08:30 - 19:00
Letzter Einlass: 30 Minuten vor Schließung

Mozart-Wohnhaus

Mozart-Wohnhaus

Makartplatz 8, A-5020 Salzburg
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Tel.: +43-662-874227-40
Fax: +43-662-87 42 27 83
mozartmuseum@mozarteum.at

Öffnungszeiten

Täglich: 09:00 - 17:30
Juli und August: 09:00 - 20:00
Letzter Einlass: 30 Minuten vor Schließung

Stiftung Mozarteum Salzburg

Stiftung Mozarteum Salzburg


Schwarzstr. 26, A-5020 Salzburg
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Großer Saal & Wiener Saal

Mag. Reinhard Haring
Vermietung, Disposition
Tel. +43 (0) 662 889 40 22
E-Mail: haring@mozarteum.at

Bibliotheca Mozartiana

Dr. Armin Brinzing
Bibliotheca Mozartiana (Leitung)
Tel: +43 (0) 662 889 40 13
Fax: +43 (0) 662 889 40 50
E-Mail: brinzing@mozarteum.at

Aktuelle Meldungen

29.04. 2010
Einweihung der Propter Homines Orgel

Musikalischer Einsatz der neuen Propter Homines Orgel:

Die Propter Homines Orgel wird nicht nur im Zentrum des zeitgenössischen "Dialoge"-Festivals von 6. - 9. Mai 2010 stehen (Detailprogramm siehe Anhang), sondern auch im Rahmen der Konzertsaison 2010/11 regelmäßig erklingen: Die Stiftung Mozarteum Salzburg wird im Herbst 2010 und Frühjahr 2011 vier Orgelkonzerte präsentieren, in denen international renommierte Künstler wie Martin Grubinger, Jennifer Bate und Juliane Banse (u.a.) zu erleben sind. Zusätzlich wird es vier Sonntags-Matineen zum Thema "Stummfilm und Orgel" geben, in denen Dennis James life auf der neuen Propter Homines Orgel zu 35mm Projektionen von Originalstummfilmen wie Faust (1926), Robin Hood (1922), "Silent Clowns" (mit Filmen von Charly Chaplin, Buster Keaton, Harlodl Lloyd und Laurel & Hardy) und La Bohème (1926) spielt. Weiter lädt die Stiftung Mozarteum ab Mai 2010 zu der Konzertreihe "Orgel zu Mittag" ein: Fast jeden Dienstag wird um 12.30h die "Königin der Instrumente" im Großen Saal für eine halbe Stunde bei freiem Eintritt zu erleben sein. Die Besucher von "Orgel zu Mittag" sind zusätzlich eingeladen, im Anschluss an das Konzert das Zauberflötenhäuschen im Bastionsgarten der Stiftung Mozarteum zu besichtigen, das der Öffentlichkeit regulär nicht zugänglich ist.


Baugeschichte und technische Daten der neuen Propter Homines Orgel:

Im Jahr 2006 hatte die Stiftung Mozarteum Salzburg einen Orgelsachverständigen-ausschuss einberufen, der sich aus drei Orgelprofessoren der Universität Mozarteum zusammensetzte (Prof. Elisabeth Ullmann, Prof. Heribert Metzger und Prof. Hannfried Lucke). Nach einem Auswahlverfahren empfahl der Ausschuss die Vergabe des Auftrags an die Firma Eule Orgelbau aus Bautzen (Sachsen). Das Konzept von Eule hatte besonders durch eine genaue Analyse sowie durch die Einbeziehung der spezifischen architektonischen und akustischen Gegebenheiten überzeugt. Daraufhin wurde fast vier Jahre lang an der neuen Propter Homines Orgel gearbeitet: Im Herbst 2006 entwickelte Eule Orgelbau in Zusammenarbeit mit dem Orgelarchitekten Burkhard Goethe das Konzept. Als nächster Schritt wurde die alte Orgel im Juni 2008 unter Erhaltung des Prospekts Stück für Stück aus dem Großen Saal entfernt, so dass im September 2008 mit den Vorarbeiten im Inneren der Orgel begonnen werden konnte. Von Juli bis Oktober 2009 wurde die Orgel fertig gestellt, gefolgt von der abschließenden Intonierung des Instruments von Jänner bis Mai 2010. All diese Schritte erfolgten unter Befolgung eines genau abgestimmten Zeitplans, der es der Stiftung Mozarteum Salzburg und ihren Veranstaltungspartnern ermöglichte, den laufenden Konzertbetrieb von den Umbauarbeiten unbehelligt fortzusetzen.

Die Propter Homines Orgel verfügt über 51 Register (Klangfarben) und 3.393 Pfeifen. Drei Manual- und eine Pedalklaviatur können von 11 Koppeln vielfältig miteinander kombiniert werden. Der Spieltisch, in klassischem Design gestaltet, beinhaltet zugleich modernste Technik und Elektronik. Mit einer Setzeranlage können 9.999 Registerkombinationen eingespeichert und per Knopfdruck abgerufen werden. Das komplette Innere von drei Etagen des Prospektes wird von der Orgel ausgefüllt: Ohne Balgraum ist sie ist 7,5 Meter hoch, acht Meter breit und 4,6 Meter tief.

Die Orgeln im Großen Saal der Stiftung Mozarteum haben eine bewegte Geschichte: Die erste Orgel stammte aus dem Jahr 1914 (Orgelbau „Gebrüder Rieger“), die zweite sog. „Arco Orgel“ wurde im Jahr 1970 von „Walcker-Mayer“ erbaut. Die Stiftung Mozarteum Salzburg hatte sich dafür entschieden, die alte Arco Orgel durch die neue Propter Homines Orgel ersetzten zu lassen, da erstere seit fast 20 Jahren nicht mehr bespielbar war. Nach aktueller Expertenansicht war die Klangwirkung der Arco-Orgel matt und mit ihrer neobarocken Ausrichtung zur Darbietung der großen Werke der Orgelliteratur nicht mehr geeignet. Dazu kamen im Lauf der Zeit Schäden an den Windladen, so dass die Orgel seit den 1990er Jahren konzertant kaum noch genutzt wurde.

Ziel des Großprojektes, das sich Johannes Honsig-Erlenburg, Präsident der Stiftung Mozarteum, zur persönlichen Aufgabe gemacht hatte, war jedoch nicht nur die erneute Ermöglichung von Orgelkonzerten in Salzburgs berühmten Jugendstil-Konzertsaal, sondern auch die Rekonstruktion des architektonischen Erscheinungsbildes von Saal und Orgel in seiner ursprünglichen Form von 1914. Beim Bau der Arco-Orgel Ende der 60er Jahre war der Duktus des Jugendstils zugunsten einer pseudobarocken Gesamtform verändert worden. So wurden wichtige, die Gesamtform bestimmende Pfeifenläufe und Ornamente entfernt, unter anderem die zentrale Figurengruppe. Die Stiftung Mozarteum Salzburg hatte diese eingelagert, und so konnte mit der neuen Propter Homines Orgel der Prospektzustand von 1915 so weit wie möglich wieder hergestellt werden.

Die Propter Homines Orgel ist jedoch keine historische Klangkopie, sondern eine neue Orgel aus unserer Zeit, geeignet für die Musik vom Barock über die Romantik bis zur Gegenwart. Gleichzeitig ist das Instrument besonders an die spezielle Raumakustik des Großen Saals angepasst. Erheblich umfangreicher als bei der Vorgängerorgel ausgebaut sind die Register in der Grundstimmenlage. Gerade sie sind in der typischen kurzhalligen Akustik eines Konzertsaales die Grundvoraussetzung für einen wohlklingenden Orgelton, der Dynamik, Farbigkeit und Kraft ermöglicht, ohne kalt, agressiv und aufdringlich zu werden.

Die Baukosten der Orgel iHv rund 1 Mio Euro wurden exklusiv von der Stiftung Propter Homines aus dem Fürstentum Liechtenstein unter dem Vorsitz des Fürstlichen Kommerzienrat Prof. DDr. Herbert Batliner übernommen. Die Stiftung Mozarteum Salzburg dankt dafür herzlich.

Bildermaterial der neuen Propter Homines Orgel steht hier zum Download bereit


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