Mozarts Geburtshaus

Mozarts Geburtshaus

Getreidegasse 9, A-5020 Salzburg
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Tel.: +43-662-84 43 13
Fax: +43-662-84 06 93
mozartmuseum@mozarteum.at

Öffnungszeiten

Täglich: 09:00 - 17:30
Juli und August: 08:30 - 19:00
Letzter Einlass: 30 Minuten vor Schließung

Mozart-Wohnhaus

Mozart-Wohnhaus

Makartplatz 8, A-5020 Salzburg
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Tel.: +43-662-874227-40
Fax: +43-662-87 42 27 83
mozartmuseum@mozarteum.at

Öffnungszeiten

Täglich: 09:00 - 17:30
Juli und August: 09:00 - 20:00
Letzter Einlass: 30 Minuten vor Schließung

Stiftung Mozarteum Salzburg

Stiftung Mozarteum Salzburg


Schwarzstr. 26, A-5020 Salzburg
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Großer Saal & Wiener Saal

Mag. Reinhard Haring
Vermietung, Disposition
Tel. +43 (0) 662 889 40 22
E-Mail: haring@mozarteum.at

Bibliotheca Mozartiana

Dr. Armin Brinzing
Bibliotheca Mozartiana (Leitung)
Tel: +43 (0) 662 889 40 13
Fax: +43 (0) 662 889 40 50
E-Mail: brinzing@mozarteum.at

Aktuelle Meldungen

29.01. 2014
Alfred Brendel wurde mit der Mozart-Medaille ausgezeichnet

Im Rahmen des Festaktes zu Mozarts 258. Geburtstag am 27.1.2014 wurde die Goldene Mozart-Medaille an Alfred Brendel verliehen.

Hier können Sie die Dankesworte des Pianisten lesen:

Sehr bewegt nehme ich die Mozart-Medaille entgegen. Ich habe Mozart in diesem Haus und in diesem Saal so viel zu verdanken. Als junger Mensch hörte ich hier Edwin Fischers Mozart-Konzerte, bevor und nachdem ich ihm in Luzern die a moll-Sonate vorgespielt hatte; dies setzte mein Mozart-Verständnis in Bewegung. In den 60er Jahren spielte ich Jahr für Jahr in den Matineen Bernhard Paumgartners. Seine Konzerte haben mich auch mit Mozarts wunderbaren Konzertarien bekannt gemacht. Dann gab es einige Jahrzehnte lang die Opernaufführungen der Festspiele, zumal der Da Ponte-Opern, Eindrücke, die mich zu der Einsicht geführt haben, daß auch beim Spielen der Klavierkonzerte eine Verbindung von Singen und Sprechen notwendig ist. Mozarts Klavierkonzerte sind für mich der strahlende Höhepunkt dieser Gattung geblieben. Auch für Mozarts Sonaten habe ich versucht, eine Lanze zu brechen. Allerdings sind diese wenigen kostbaren Noten so schwierig zu spielen, daß man Artur Schnabel nur Recht geben kann, wenn er sagte, sie seien zu leicht für Kinder, zu schwierig für Künstler.

Ich entdeckte für mich auch, daß Mozart, Wagners Licht- und Liebesgenius, wenn er in Moll komponierte, ein anderer war. Ich kenne keinen Komponisten, der sich in den Mollstücken so grundsätzlich verwandeln würde. Nie hat ein Komponist den Unterschied von Moll und Dur so fühlbar gemacht. Mozarts Mollwerke sind mir besonders ans Herz gewachsen. „Der große Chromatiker“ (wie Wagner Mozart ebenfalls nannte) kommt hier am stärksten zu seinem Recht. Und nie erleben wir Mozart privater als im a moll-Rondo und dem Adagio in h moll.

Was ist an Mozarts Musik das Besondere? Sie gibt den Eindruck von Vollkommenheit. Der erwachsene Mozart sagt das, was er zu sagen hat, mit einer Schlackenlosigkeit, die bei Komponisten allerhöchsten Ranges selten zu finden ist. Denn es sind eher die kleineren Meister, die klassizistisch glätten, was ihre überragenden Vorgänger an Schroffem, Dunklem, Kühnem, Befremdendem hinterlassen haben. Sie verdünnen, in dem sie destillieren.

Busoni sagt in einem seiner schönen Mozart-Aphorismen: „Er gibt einem mit dem Rätsel die Lösung.“ Es gibt Künstler und Kunstwerke, die Rätsel öffnen. So schreibt Goethe im Wilhelm Meister über Shakespeare: „Es scheint, als wenn er uns alle Rätsel offenbarte, ohne daß man doch sagen kann: hier und da ist das Wort der Auflösung.“ Bei Jean Paul heißt es: „Shakespear hat alle Karaktere gemalt, einen ausgenommen, seinen.“ Ähnliches hat man über Mozart gesagt. Haydn überrascht uns mit dem Unerwarteten, Mozart mit dem Erwarteten. Das ist eine musikalische Quadratur des Kreises.

Ich verneige mich vor dem Wunder Mozart und danke für diese Ehrung.

Alfred Brendel


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