Mozarts Geburtshaus

Mozarts Geburtshaus

Getreidegasse 9, A-5020 Salzburg
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Tel.: +43-662-84 43 13
Fax: +43-662-84 06 93
mozartmuseum@mozarteum.at

Öffnungszeiten

Täglich: 09:00 - 17:30
Juli und August: 08:30 - 19:00
Letzter Einlass: 30 Minuten vor Schließung

Mozart-Wohnhaus

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Makartplatz 8, A-5020 Salzburg
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Tel.: +43-662-874227-40
Fax: +43-662-87 42 27 83
mozartmuseum@mozarteum.at

Öffnungszeiten

Täglich: 09:00 - 17:30
Juli und August: 09:00 - 20:00
Letzter Einlass: 30 Minuten vor Schließung

Stiftung Mozarteum Salzburg

Stiftung Mozarteum Salzburg


Schwarzstr. 26, A-5020 Salzburg
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Großer Saal & Wiener Saal

Mag. Reinhard Haring
Vermietung, Disposition
Tel. +43 (0) 662 889 40 22
E-Mail: haring@mozarteum.at

Bibliotheca Mozartiana

Dr. Armin Brinzing
Bibliotheca Mozartiana (Leitung)
Tel: +43 (0) 662 889 40 13
Fax: +43 (0) 662 889 40 50
E-Mail: brinzing@mozarteum.at

Maren Hofmeister, die Mozartwoche 2018 ist die erste unter Ihrer Intendanz. Welcher Mozart wird hier zu erleben sein?  Was sind ihre Programmideen und Schwerpunkte?

Mozart wird in all seinen Facetten zu erleben sein. Jeder der internationalen Künstlerinnen und Künstler bringt seine eigenen Mozart-Interpretation mit. Somit wird die Mozartwoche zum Laboratorium der unterschiedlichen, zurzeit existierenden, Mozart-Stile.

Die Mozartwoche 2018 wirft einen Blick auf Mozarts Leben um das Jahr 1782. Es werden die Werke zur Aufführung kommen, die mit seinen ersten Jahren in Wien in Zusammenhang stehen. Dazu gehören die Bläserserenaden genauso wie seine Erfolgsoper „Die Entführung aus dem Serail“. Für Wolfgang Amadé war diese Zeit auch privat ein wichtiger und prägender Lebensabschnitt, hat er doch am 4. August 1782 Constanze Weber im Wiener Stephansdom geheiratet.

Die Mozartwoche 2018 wird mit einer Neuinszenierung der Mozart-Oper „Die Entführung aus dem Serail“ unter der musikalischen Leitung des belgischen Dirigenten René Jacobs eröffnet. Mit Andrea Moses haben Sie eine etablierte und bei den Kritikern anerkannte Regisseurin mit an Bord geholt. Warum fiel die Wahl auf Moses und Jacobs? Und welche „Entführung“ erwartet die BesucherInnen bei dieser Inszenierung?

René Jacobs ist bekannt für seine besonderen Mozart-Interpretationen und in der „Entführung“ ist seine Erarbeitung des türkischen Klangbildes mit dem dazugehörigen großen Schlagwerkinstrumentarium einmalig. Mit „seinem“ Orchester Akamus (Akademie für Alte Musik Berlin) verbindet ihn eine jahrzehntelange Zusammenarbeit, die immer für höchste künstlerische Qualität steht.

Andrea Moses‘ Inszenierung der „Meistersinger“ an der Berliner Staatsoper (2015) hat großen Eindruck bei mir hinterlassen. Moses bringt Menschen auf die Bühne und keine Abziehbilder, sie zeichnet die Bühnenfiguren mit Charakter, Tiefe, Poesie und Humor. Andrea Moses geht bei ihren Arbeiten immer von der Musik aus und wird die Geschichte der „Entführung“ erzählen. Dafür hat sie ein hervorragendes Sängerensemble zur Seite, das die Rollen nicht nur musikalisch verkörpert, sondern auch szenisch glaubwürdig die Charaktere und deren Seelenleben wiedergibt.

Sie haben die Schriftstellerin Eva Menasse und den Philosophen und Bestseller-Autoren Richard David Precht eingeladen. Welche Impulse werden die beiden in der Mozartwoche setzen?

Die beiden werden einem Thema Raum geben, das Mozart vor 235 Jahren aufgezeigt hat. Er hat in der „Entführung“ eine Aussage getroffen: Vergebung statt Vergeltung. Dieser Aussage werden sowohl Eva Menasse in ihrer Rede im „Auftakt zur Mozartwoche“ nachgehen wie auch Richard David Precht im Round Table Gespräch. Für mich zeigt sich darin wieder einmal mehr, wie zeitlos und aktuell Mozarts Werk ist.

Auf welche Komponisten werden Mozart bzw. das Publikum bei der Mozartwoche 2018 treffen?

In seinen ersten Jahren in Wien hat sich Mozart viel mit den Partituren Johann Sebastian Bachs und dem Komponieren von Fugen beschäftigt. So ziehen sich Bach und seine Söhne durch das Programm wie auch andere Zeitgenossen Mozarts. In den Konzerten der Wiener Philharmoniker werden wir auf die Komponisten Elgar, Bizet und, anlässlich seines 125. Todestages, auch auf Tschaikowski treffen. Das in jeweils sehr spannenden Kombinationen mit den Werken Mozarts.

In wie weit sind zeitgenössische Stücke bei der Mozartwoche 2018 verankert?

Jörg Widman wird anlässlich der Österreichischen Erstaufführung seines Klarinettenquintetts in dem neuen Format „Porträt“ einen Schwerpunkt bilden. Ich freue mich, dass dieser universelle Musiker somit in drei unterschiedlichen Rollen zu erleben sein wird: als Komponist, Interpret und erstmalig als Dirigent.

Das Festival wird für die ganz besonderen Konzerterlebnisse und Mozartbegegnungen geschätzt. Bisher war es immer wichtig, verschiedene Zugänge zu Mozart interpretatorisch darzustellen. Die Mozartwoche 2018 bringt zahlreiche Mozartwochen-Debütanten nach Salzburg. Wer wird hier für Spannung und für die speziellen Momente im Programm sorgen?

Dafür werden doch hoffentlich alle Künstlerinnen und Künstler sorgen, jedes Konzert soll seinen eigenen Spannungsbogen und besonderen Moment haben. Ich denke, es geht immer wieder um neue Kombinationen von Werken, so dass wir diese auch immer wieder anders hören und aufnehmen. Die Debüts in der Mozartwoche werfen einen frischen Blick auf Mozart: Das wird bei dem Pianisten David Fray, der Sopranistin Marlis Petersen, dem Orchester B´Rock, dem Schumann Quartett genauso wie bei dem Dirigenten Riccardo Minasi mit dem Mozarteumorchester spürbar sein.

Mit David Fray, dem Schumann Quartett, dem B’Rock Orchestra und der jungen deutschen Sopranistin Anna Lucia Richter geht eine New Generation an den Start. Auch bei der „Entführung“ setzen Sie auf ein ausgewähltes, junges Ensemble. Eine Chance damit auch ein jüngeres Publikum anzusprechen und für das arrivierte Festival zu begeistern?

Es ist natürlich großartig, wenn es junge Künstlerinnen und Künstler schaffen, ein ebenso junges Publikum für die Mozartwoche zu begeistern. Mit den Nachwuchsstars wird uns das hoffentlich gelingen. Die Jüngsten, die Musikerinnen und Musiker in unserem Mozart Kinderorchester schaffen es immer, eine unglaubliche Begeisterung im Saal herzustellen. Das Konzert stellt einen sehr besonderen Moment in der Mozartwoche da und es ist schön zu sehen, wie dort die ganz junge Generation mit Mozart heranwächst.

Die Wiener Philharmoniker bleiben wichtiger Teil des Programms, mit welchen Dirigenten werden Sie das berühmte Orchester 2018 zusammenspannen?

Die drei Dirigenten, von denen zwei ihr Debüt mit den Wiener Philharmonikern geben werden, lassen alle ein Stück Ihrer Biografie mit in das Programm einfließen. Der Brite Robin Ticciati wird aus seiner Heimat das Violinkonzert von Edward Elgar mitbringen und mit Mozarts „Jupiter Sinfonie“ aufführen, der Franzose Alain Altinoglu die mozartnahe „Sinfonie Nr 1“ von Bizet mit Werken Mozarts kombinieren und Valery Gergiev, der das Orchester schon einmal bei der Mozartwoche 2006 leitete, wird mit Werken von Tschaikowski, einem großen Mozart-Verehrer, dessen 125. Todestag gedenken.

Der Star-Tenor Rolando Villazón ist mit März 2017 offizieller Botschafter der Stiftung Mozarteum. Wie wird sich Villazón bei der Mozartwoche einbringen?

Rolando Villazón schafft es mit seinem einnehmenden Wesen viele Türen zu öffnen und Menschen für die Musik zu begeistern. Er wird zur Mozartwoche 2018 ein Konzert gestalten, in dem er aus Briefen des Komponisten liest und uns so Einblicke in Mozarts persönliches Leben und in die Beziehung von Wolfgang Amadé und Constanze gewährt. Mozarts Briefe bringen uns den Menschen ganz nahe, hier spielt er mit Worten und lässt uns – manchmal wenigstens – tief in sein Inneres blicken. Begleitet von den Nachwuchskünstlerinnen Regula Mühlemann und Shiboan Stagg erzählt Rolando Villazón diese Geschichte musikalisch. Dirigentin Kristiina Poska leitet hier erstmals das Mozarteumorchester Salzburg. 


Maren Hofmeister, Foto: Lienbacher


René Jacobs, Foto: Philippe Ma


Andrea Moses, Foto: Bernd Uhlig


Eva Menasse, Foto: Jürgen Bauer


Jörg Widmann, Foto: W. Lienbacher


Schumann Quartett, Foto: K. Kikkas


Anna Lucia Richter, Foto: M. Baus


David Fray, Foto: Sumyo Ida


B'Rock Orchestra, Foto: M. Devriendt


Robin Ticciati, Foto: Marco Borggreve


Maren Hofmeister & Rolando Villazón